PZ-Leserreise ging nach Eger, Karlsbad und Loket

Auf den Spuren Karls IV. durch Böhmen

Unser Bild zeigt einen Teil der Gruppe während der Führung durch die Burg in Loket – Führer Honza gab sich sehr viel Mühe, den PZ-Fahrern die Historie der beeindruckenden Feste näherzubringen. | Foto: Brandmüller2017/09/leserreise-loket.jpg

LAUF/KARLSBAD – 27 PZ-Leser ließen sich im Rahmen der zweiten Leserreise nach Eger, Karlsbad und Loket von PZ-Verlegerin Barbara Brandmüller und Reiseleiter Werner Holler nach Böhmen „entführen“. Die Wetterprognosen waren nicht die besten, aber offensichtlich hatte Petrus ein Einsehen und alle mitgebrachten Regenschirme durften in den Koffern bleiben.

Erstes Reiseziel war Eger, wo die Gruppe die Burg mit ihrer historischen, der Nürnberger Burgkapelle nachempfundenen romanisch-gotischen St.-Erhard- und St.-Ursula-Kapelle und den historischen Marktplatz mit seinen beeindruckenden Patrizierhäusern besichtigte.

Heilquellen in Eger

Nach einem typisch böhmischen Mittagsmahl wurde die Reise nach Karlsbad fortgesetzt. Der 1370 zur Königsstadt erklärte Kurort war für Karl IV. Ort der Linderung diverser Leiden, ihm folgten viele weitere bekannte Namen, wie eben auch Goethe, dessen Namen sich an vielen Fassaden wiederfindet und der hier ebenfalls den positiven Effekt der Heilquelle für sein Magenleiden nutzte.

Nach einer Führung entlang der Kurzone zum Grand Hotel Pupp (unter anderem Drehort für James Bonds „Casino Royal“), vorbei an mondänen Boutiquen und Läden bis zu den Kolonnaden und der Maria-Magdalenen-Kirche blieb den Teilnehmern noch Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden und den einen oder anderen Schluck aus der Heilquelle zu nehmen. Highlight des Abends waren Lichtinstallationen quer durch die Kurzone unter dem Motto „Lighting Vary“.

Auch Goethe war in Loket

Am nächsten Morgen startete die Gruppe Richtung Loket (Ellbogen) – den Namen erhielt die Stadt, weil sie fast komplett von der Eger eingeschlossen ist und die Form des Flusses an einen Ellbogen erinnert. Ihre Lage machte diese Burg nahezu uneinnehmbar und noch heute beeindruckt das Gemäuer durch seine Größe.

Karl IV. hielt sich hier gerne zur Jagd auf und auch Goethe besuchte das Städtchen und freite hier an seinem 74. Geburtstag die 19-jährige Ulrike von Levetzow auf der Schwarzenberger Veranda – auch ein Teil der örtlichen Führung.

Nach Besichtigung von Burg, Ve­randa und Marktplatz erlebte die Gruppe das kulinarische Highlight der Reise: ein Spanferkel nach typisch altslawischer Art aus dem Erd­ofen in einem stilvollen Brauereigasthof, dem wiederum Karl IV. sein Braurecht verliehen hatte.

Maria Kulm

Letzte Station auf der Rückfahrt war die Wallfahrtskirche Maria Kulm, deren Probst mit sehr viel Humor und Kurzweil die Geschichte der Kirche – ein Bauwerk von Christoph Dientzenhofer – und des Klosters von der Marienerscheinung bis heute erzählte, auch hier weilte Goethe des Öfteren. Mit viel informativem und kulinarischem „Input“ erreichte die Gruppe am Sonntagabend wieder das heimatliche Lauf.

Die nächste Leserreise der Pegnitz-Zeitung wird Ende November in das vorweihnachtliche Prag führen. Im Mai 2018 ist eine weitere Leserreise nach Südwestfrankreich in die Laufer Partnerstadt Brive und deren Umgebung geplant.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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