Auf dem früheren Altenheim-Areal entsteht ein Wohnpark

Kölner Reihenhaus-Riese baut am Galgenbühl

250 Wohnparks hat die Deutsche Reihenhaus AG eigenen Angaben zufolge deutschlandweit schon errichtet, am Galgenbühl soll bis 2019 ein weiteres Reihenhausviertel stehen. Vorne links auf der Grafik ist die Galgenbühlstraße zu erahnen, die Bahnstrecke verläuft hinter den zwei Gebäuderiegeln im oberen Bereich.
250 Wohnparks hat die Deutsche Reihenhaus AG eigenen Angaben zufolge deutschlandweit schon errichtet, am Galgenbühl soll bis 2019 ein weiteres Reihenhausviertel stehen. Vorne links auf der Grafik ist die Galgenbühlstraße zu erahnen, die Bahnstrecke verläuft hinter den zwei Gebäuderiegeln im oberen Bereich. | Foto: Deutsche Reihenhaus AG2017/09/Lauf-a.-d.-Pegnitz_Am-Bitterbach_3D5.jpg

LAUF — „Am Bitterbach“: So soll der Wohnpark heißen, der auf dem früheren Gelände des Glockengießer-Altenheims in Lauf entsteht. Die Deutsche Reihenhaus AG baut dort, zwischen Galgenbühlstraße und Bahnstrecke rechts der Pegnitz, 26 Reihenhäuser. Fertig ist das neue Viertel dem Kölner Bauträger zufolge spätestens 2019.

Von den ursprünglichen Plänen für das prominente, rund 10. 000 Quadratmeter große Grundstück ist nur noch eine abgespeckte Version übrig: Mit 40 Reihenhäusern und einem mehrstöckigen Gebäude mit weiteren 30 Wohnungen hatte die Laufer Rüstig-Gruppe noch Ende 2015 kalkuliert. Doch Anwohner hatten gegen die „Maximalbebauung“ – so ein Kritiker – protestiert und sogar Klagen angedroht. Bereits im vergangenen Sommer zeichnete sich dann ein Kompromiss ab: Reihenhäuser im hinteren Teil, Einfamilienhäuser vorne an der Galgenbühlstraße.

Neun Millionen Euro Investitionsvolumen

Die Deutsche Reihenhaus AG, die das über 100 Häuser umfassende Wohngebiet „Am Kiefernwäldchen“ in Schwaig gebaut hat und erst im Frühjahr dieses Jahres den Zuschlag für Steinberg II in Röthenbach bekam, vermarktet nun rund 7400 Quadratmeter des Areals, angrenzend an die Bahnstrecke. Der Bauträger investiert nach eigenen Angaben neun Millionen Euro in das Vorhaben.

Durch eine Lärmschutzwand und eine Garagenzeile von den Gleisen getrennt, entstehen 26 Reihenhäuser. 18 von ihnen laut Deutscher Reihenhaus AG mit 120 Quadratmetern Wohnfläche, weitere acht Exemplare mit 145 Quadratmetern. Keller sind nicht vorgesehen. Die Preise beginnen bei knapp 300 .000 Euro. Voraussichtlich zum Jahresende sollen die Bauarbeiten losgehen.

„Wir beobachten das Vorhaben kritisch“, sagt ein Nachbar, aktuell seien juristische Schritte aber kein Thema. Sorgen machen sich die Anwohner jedoch weiterhin um die Verkehrssituation. Parkplätze, so ihre Befürchtung, dürften bald Mangelware sein.

N-Land Andreas Sichelstiel
Andreas Sichelstiel