Kulturausschuss Kirchensittenbach

Wanderwege besser pflegen

Kirchensittenbach ist gut ausgestattet mit Wanderwegen, doch diese müssen auch gepflegt werden und die Tourvorschläge in Flyern müssen aktuell sein, damit Wanderer nicht in die Irre geführt werden. | Foto: E. Bodendörfer2018/08/Wandern.jpeg

KIRCHENSITTENBACH – Tolle Wanderwege, viel Natur, Felsen zum Klettern, Naturerlebnisgarten, Kneippbecken, Unterkünfte, Gasthäuser: Eigentlich hat die Gemeinde Kirchensittenbach fast alles, was für eine touristische Vermarktung und Nutzung geeignet ist. Doch bei genauerem Hinsehen hakt es an der ein oder anderen Ecke.

So wurde im Ausschuss für Sport, Kultur, Jugend und Tourismus bemängelt, dass die vielen Wanderer, die ins Sittenbachtal kommen, immer weniger Anlaufstellen in Form von Gastronomie zur Verfügung haben, da auch hier das „Wirtshaussterben“ um sich greift. Ein besonders beliebtes Ziel ist Hohenstein mit seiner Burg. Wenn das Gasthaus geöffnet ist, ist alles gut. Aber wenn geschlossen ist, fragen sich die Ausflügler, wo sie etwas zu trinken bekommen.

Eventuell soll nun ein Getränkeautomat Abhilfe schaffen. Doch dafür müsse noch ein geeigneter zentraler Platz gefunden werden. Alternativ regte Georg Scharrer das Aufstellen eines Wasserspenders an, ähnlich wie in Aspertshofen.

Veraltete Flyer

Weiteres Manko: Es gibt im Gemeindegebiet viele markierte Wanderwege und beispielsweise einen Flyer von der Gemeinde mit verschiedenen attraktiven Touren. Diese sind teilweise schon wieder veraltet, weil sich Wege oder Markierungen verändert haben. Bürgermeister Klaus Albrecht schlug vor, einen neuen Flyer erstellen zu lassen und entsprechende Tafeln in einzelnen Orten aufzustellen.

Aus dem Gremium kam der Gegenvorschlag, den alten Flyer einfach zu aktualisieren. Man wolle deshalb an den Fränkischen Albverein herantreten, dessen Wegwarte die Touren überprüfen sollten, so dass man die Neuerungen ohne großen finanziellen Aufwand einbauen könne. Im Zuge dieser Begehung könnten die Wegwarte auch gleich auf unübersichtliche Stellen hinweisen, wo eine entsprechende Beschilderung Abhilfe schaffen könnte. Die Gemeinde Kirchensittenbach ist Mitglied im Naturpark Fränkische Schweiz und möchte demnächst mal den Arbeitstrupp der Vereinigung in Anspruch nehmen, um beispielsweise die Treppenstufen zum Wachtfelsen über Kirchensittenbach und die Treppen an der kleinen Brücke auf dem Wanderweg zwischen Hersbruck und Kleedorf auf Vordermann zu bringen.

Auch beim beliebten Naturerlebnisgarten in Kirchensittenbach soll noch mehr geschehen. Dieser wurde vor Kurzem von Künstlern durch ein Ringelnatternest und einen Eisvogel bereichert. Derzeit stellt sich die Frage, wie und wo dort eine Toilette installiert werden könnte.

Zu wenig Einkehrmöglichkeiten

Wie generell die touristische Infrastruktur noch weiter verbessert werden könnte, darüber machte sich Hans Heberlein vom Hotel „Zum Alten Schloss“ in Kleedorf seine Gedanken. Auch er sieht das Problem des Gasthaussterbens. Die Gäste würden gerne irgendwo einkehren bei ihren Wanderungen. Es sei neben den Naturerlebnissen auch die Begegnung mit Einheimischen wichtig, damit sich eine Bindung einstelle und sie gerne wieder kämen.

Die wenigsten Gäste wüssten, wo eine zünftige Kirchweih, ein Konzert, eine Ausstellung oder dergleichen stattfindet oder ob es eine Führung im Kirchensittenbacher Schloss oder auf der Burg Hohenstein gibt. Viele Dinge sind schon da, aber die Vernetzung fehlt, so wurde festgehalten. Dazu gehört auch ein moderner Internetauftritt der Gemeinde, wo all diese Angebote und Veranstaltungen leicht zu finden und immer auf dem aktuellen Stand sein sollen.

Für den Nachwuchs der Gemeinde soll es vielleicht 2019 wieder ein Ferienprogramm geben, so wie bereits vor einigen Jahren. Dazu braucht es allerdings engagierte Helfer, so die Jugendbeauftragte der Gemeinde, Regine Hahn-Schuller. Dieses Jahr werde am Samstag, 8. September, wieder die beliebte Jugend-Olympiade auf dem Kirchensittenbacher Sportplatz stattfinden.

Der Jugendfeuerwehrtag anlässlich der Kirchweih in Hohenstein wurde gut angenommen. So könnte im Rahmen von bestimmten Festen künftig ein attraktives Kinderprogramm auf die Beine gestellt werden, um dem Nachwuchs etwas in der Gemeinde zu bieten.
Für den Bereich Sport sollten mal alle Vereine eingeladen werden, um auch hier die Vernetzung besser zu pflegen. Viele Mitbürger wissen gar nicht, welche sportlichen Angebote es in der Gemeinde gibt.

N-Land Elke Bodendörfer
Elke Bodendörfer