Erstrundenturniere bei Toto-Pokal

Viererteam besteht Feuertaufe

Zweikampf zwischen einem Neuhauser (blau) und einem Spieler der SG Oberes Pegnitztal. | Foto: J. Ruppert2017/07/8261108.jpg

PEGNITZGRUND (jr/jj) – Die neu formierte und aus vier Vereinen bestehende SG Oberes Pegnitztal hat ihre Feuertaufe bestanden. Sie gewann das Toto-Pokalturnier in Rupprechtstegen und landete gleich den ersten Derbyerfolg. Beim Turnier in Schnaittach blieb dem letzten Aufgebot der SpVgg Sittenbachtal nur der vierte Platz, die SG Am Lichtenstein musste sich beim Turnier in Etzelwang im Finale dem SV Illschwang/Schwend trotz starker Leistung knapp geschlagen geben.

Die SG Oberes Pegnitztal hatte das Glück, dass der SV Henfenfeld den vermeintlich schweren Brocken FC Reichenschwand aus dem Weg räumte. Der Kreisligist führte nach einem Elfmetertreffer von Philipp Lämmermann und Nico Maxas Kontertor schon 2:0. Dann aber schlugen die Henfenfelder zurück. Kevin Kurtz machte erst das 1:2 und bereitete per Eckballflanke den Kopfball zum Ausgleich durch Kai Mosurak vor. Die Reichenschwander Abwehr sah dann ziemlich tatenlos zu, als erneut Kevin Kurtz am Sechzehner abzog und das 3:2 markierte.

Die SG Oberes Pegnitztal hatte im Duell gegen den SV Neuhaus deutlich mehr Spielanteile und Chancen. Das „goldene Tor“ schoss Mathias Gerstacker, nachdem ein Freistoß vom Querbalken des Neuhauser Kastens weit ins Feld zurückgeprallt war. Im Endspiel lag der SV Henfenfeld zur Pause 1:0 in Front. Die zweite Hälfte (30 Minuten) gehörte aber der SG Oberes Pegnitztal. Sie gewann 3:2 und kommt somit eine Runde weiter. Eine Partie um Rang drei fand nicht statt.

Beim Turnier in Schnaittach wurde den wenigen Zuschauern einiges an Spannung, aber nicht viel an spielerischer Klasse geboten. Das erste Halbfinale zwischen den Gastgebern und dem FSV Schönberg benötigte eine längere „Anlaufzeit“, um „in die Gänge“ zu kommen. Bis auf zwei recht harmlose Schüsse, die die beiden Torhüter vor keine Probleme stellten und eine Ecke von Wittig (FSV), bei der Hopf (FCS) etwas Unsicherheit verriet, passierte im ersten Durchgang nichts Erwähnenswertes.

Die erste bedeutende Situation vor den Toren war gleich das 1:0 durch den Schönberger Stefan Wagner, der ein Zuspiel von Michael Zapras verwertete (46.). Nun engagierten sich die Favoriten deutlich stärker und Patryk Wasenczuk glich kurz vor Torschluss noch aus, als er eine von Fabio Oswald ausgehende Kombination erfolgreich abschloss (58.). So musste das Elfmeterschießen entscheiden, in dem der FSV sich als treffsicherer erwies und überraschend ins Finale einzog.

Auch das zweite Halbfinale ließ spielerische Wünsche offen. Kreisligaabsteiger SV Osternohe ging gegen die SpVgg Sittenbachtal überraschend durch einen nicht unhaltbar erscheinenden Schuss von Manuel Lindwurm in Führung (21.). Die mit ihrem letzten Aufgebot angetretenen „Taler“ benötigten einen Handelfmeter zum Ausgleich durch Matthias Wagner (34.). Damit waren „die Feindseligkeiten“ eröffnet.

Zunächst hatte der SVO Pech, als auch im fünften Versuch der Ball nicht über die Linie wollte (42.), dann Glück, als ein Fallrückzieher Tobias Scharrers knapp über das Gehäuse von Dominik Gebsattel flog (45.). Lindwurm blieb es vorbehalten, wenig später seine Farben entscheidend mit 1:2 nach vorn zu bringen (48.). Einige Gelegenheiten, das Ergebnis zu erhöhen, hatte der einsatzfreudige Kevin Rubner, doch fehlte ihm etwas Glück.

Überraschendes Ergebnis
Das Elfmeter-Schießen um den dritten Platz, auf das sich die beiden Kreisligaaufsteiger geeinigt hatten, war mit 3:1 eine klare Angelegenheit für die Gastgeber, wenn auch bei Schuraths (SpVgg) Strafstoß etwas Pech für den Schützen dazukam. So belegten Schnaittach und die SpVgg Sittenbachtal die beiden letzten Plätze, ein Resultat, mit dem wohl niemand gerechnet hatte.

Auch das Finale bot wenig Klasse, dafür aber wenigstens im ersten Durchgang einiges an Spannung und viele Tore. Rubners Führungstreffer (7.) glich Schönbergs Michael Müller postwendend aus – jeweils mit Unterstützung durch den gegnerischen Torwart. Durch einen Doppelschlag brachten dann Jonas Meßner (14.) und Frank Müller (19.) Osternohe mit 3:1 in Führung. Der Anschlusstreffer durch Michael Müller (20.), bei dem FSV-Keeper Marcel Ennen erneut keine gute Figur machte, war zu wenig, um den FSV Schönberg ins Elfmeterschießen zu zwingen, weil die letzte torreife Situation in einer weitgehend ereignislosen zweiten Halbzeit durch Lindwurm von Ennen mit einer guten Parade geklärt wurde.

Beim Vier-Gemeindenturnier in Etzelwang, das zugleich als Toto-Pokalturnier gewertet wurde, zog die SG Am Lichtenstein mit einem 7:6 im Elfmeterschießen gegen den SV Neukirchen ins Finale ein. Die reguläre Spielzeit endete nach Toren von Robin Wild (26.) und Thomas Müller (30.) und Gegentreffern von Timo Bielesch (21., 47.) mit 2:2. Gastgeber Etzelwang unterlag dem SV Illschwang/Schwend mit 1:3, der Ehrentreffer gelang Sebastian Miszka.

Im Finale sahen die Zuschauer dann eine rassige Partie mit neun Treffern. Spielertrainer Sven Löhner glich in der 27. Minute die frühe Führung des überragenden Mario Heldrich (8.) aus, der dann in der 68. Minute mit seinem 2:1 die turbulente Schlussphase einläutete und nach Philipp Bärs Ausgleich (71.) innerhalb von sieben Minuten auf 4:2 stellte (74., 81.). Sebastian Lang brachte die SG zwar noch einmal heran (87.), doch im Gegenzug machte Alexander Heldrich alles klar. Peter Lösch gelang nur noch der erneute Anschluss (90.).

N-Land Hersbrucker Zeitung
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