Meist technische Hilfeleistung

Sturm hält Wehren auf Trab

Die Feuerwehren im Landkreis mussten am Sonntagvormittag vor allem Bäume von den Straßen räumen (Symbolbild). | Foto: J. Dechant2017/10/7302964.jpeg

NÜRNBERGER LAND – Sturmtief „Herwart“ ist am Sonntagmorgen auch quer durchs Nürnberger Land gefegt und hat vor allem die Feuerwehren im Landkreis in Atem gehalten. Die Einsätze beschränkten sich aber meist auf technische Hilfeleistungen, wie Kreisbrandrat Norbert Thiel auf Nachrage mitteilt.

Zirka 25 Mal mussten die Feuerwehren am Sonntagmorgen im Hersbrucker Umland ausrücken, insgesamt 60 Einsätze waren es im Nürnberger Land. „Meistens blockierten umgefallene Bäume die Straßen oder es waren Baugerüste eingestürzt“, teilte Kreisbrandrat Norbert Thiel auf Nachfrage der Hersbrucker Zeitung mit. Personen seien nicht zu Schaden gekommen. Auch die Hersbrucker Polizei konnte keine größeren Einsätze vermelden.

Einige Orte im Sittenbachtal mussten am Vormittag allerdings längere Zeit ohne Strom auskommen: Hier waren laut dem Versorger N-Ergie große Stromleitungen abgerissen. Die Feuerwehr Kirchensittenbach speiste während dieser Zeit bei Haushalten, in denen körperlich beeinträchtigte Personen wohnen, externen Strom ein und überbrückten so den Ausfall.

Bahnausfälle bei Pegnitz

Auch bei Plech, Pottenstein und der Schermshöhe fällte der Sturm einige Bäume, die Region sei aber laut Pegnitzer Polizei „glimpflich davongekommen“. Mehr Pech hatten Bahnreisende: Zunächst verzögerte sich der Zugverkehr zwischen Neuhaus und Pegnitz wegen einer „Störung am Gleis“ um etwa 15 Minuten. Wenig später meldete die Bahn dann allerdings, dass die Verbindungen zwischen Weiden und Hof und von Pegnitz über Kirchenlaibach und Marktredwitz vorsorglich eingestellt wurden.

In Lauf hatte „Herwart“ am Südring das Kunststoffdach eines Carports teilweise abgedeckt. Die Laufer Feuerwehr musste die abgerissene Dachplatte über die Drehleier demontieren und den Fahrzeugunterstand provisorisch sichern.

N-Land Marina Wildner
Marina Wildner