Neue Ideen in Kirchensittenbach

Naturerlebnisgarten ist um einige Attraktionen reicher

Den Erlebnisgarten von oben können Kinder jetzt aus einem Baumhaus beobachten, das Erich Pörner zimmerte. | Foto: K. Albrecht2018/08/20180719_110731.jpg

KIRCHENSITTENBACH – Den meisten Kirchensittenbachern und auch Sonntagsausflüglern wird es schon aufgefallen sein: Es hat sich wieder was getan im Naturerlebnisgarten hinter dem Kirchensittenbacher Sportplatz. Wasseramsel, Eisvogel, ein Ringelnatternest, ein Baumhaus und sogar ein Bienenstock haben sich in den vergangenen Wochen zu den schon bestehenden Attraktionen gesellt.

Dank der Zusammenarbeit mit Künstlern, Architekten und Schreinern aus dem Ort konnten im Naturerlebnisgarten wieder neue Ideen umgesetzt werden. Das Ringelnatternest beispielsweise ist ein Gemeinschaftsprojekt von Künstler Michael Horn und Schreiner Erich Pörner: Die Schlangen und Eier sind aus Ton gefertigt und ein ausrangiertes Aquarium dient als Grundlage für das Nest.

Die Wasseramsel aus Eichenholz, die gerade aus dem kleinen Bacharm zu trinken scheint, hat Bildhauer Karsten Reckziegel aus Vorra nach Vorgaben von Horn gefertigt. Dessen Frau kreierte einen über dem Bach schwebenden und im Sonnenlicht schimmernden Eisvogel aus Acrylglas. Das Baumhaus dagegen fertigte Erich Pörner in Eigenregie an.

Doch nicht nur Tiere aus Holz und Ton, auch lebende Insekten haben im Naturerlebnisgarten ein Zuhause gefunden: Georg Scharrer aus Aspertshofen spendete ein Bienenvolk, dessen Arbeit und Entwicklung große und kleine Naturfreunde in einem Schaukasten beobachten können. Vieles wurde mit dem Geld finanziert, das das Projekt vom Bildungsfonds zur Verfügung gestellt bekommen hat.

So, wie sich die Natur ständig verändert, soll sich auch der Erlebnisgarten weiterentwickeln, erklärt Bürgermeister Klaus Albrecht: „Wir wollen die Natur erklärbar machen und zeigen, dass zum Beispiel auch Unkraut wichtig für Tiere und Pflanzen ist.“ Dazu sollen noch Schilder mit Informationen zu den einzelnen Stationen aufgestellt werden. Auch im Winter soll alles da bleiben, wo es ist.

Als nächste größere Anschaffung schwebt Albrecht ein Bauwagen vor: Der könnte neben dem Ringelnatternest stehen und zum Beispiel als Raum für eine Unterrichtsstunde in der Natur dienen. Dass auch die Kindergartenkinder den Garten gut annehmen, zeigt eine Entwicklung, die so gar nicht vorgesehen gewesen sei: Zum Spielen haben die Kleinen immer wieder alte Töpfe und Pfannen mitgebracht. Die hängen nun aufgereiht an einem Stock, so dass eine Art Naturküche entstanden ist.

N-Land Marina Wildner
Marina Wildner