Relegation: „Taler“ unterliegen ASV Möhrendorf mit 0:3

Eine Chance bleibt

Packender Zweikampf um den Ball vor den beiden Trainerbänken zwischen Thomas Scharrer (SpVgg) und seinem Möhrendorfer Gegenspieler; links Tim Stecher. | Foto: M. Keilholz2017/06/taler_relegation.jpg

PEGNITZGRUND – Ernüchterung bei der SpVgg Sittenbachtal. Im ersten Relegationsspiel um den Aufstieg in die Kreisliga mussten sich die „Taler“ dem ASV Möhrendorf glatt mit 0:3 geschlagen geben. Dabei hat sich die SpVgg praktisch selbst geschlagen, denn bei zwei der gegnerischen Tore stand die SpVgg-Abwehr und Torhüter Scheffel Pate. Katzenjammer auch bei der SG Rupprechtstegen/Alfalter/Hartenstein, die nach dem 1:3 gegen den SV Neuhaus II in die B-Klasse muss.

Sittenbachtal wusste um die Gefährlichkeit des 97-Tore-Sturms um Möhrendorfs Spielertrainer Alexander Haunstein (22 Tore). In der intensiv geführten Anfangsphase hielten Kapitän Maximilian Ehmer und seine Nebenleute gegen den aggressiv auftretenden Gegner, der den „Talern“ von der ersten Minute an den Schneid abzukaufen versuchte, bis zur 23. Minute das 0:0.

Als der Druck der Möhrendorfer Anfangsoffensive etwas nachzulassen schien, brachten sich die „Taler“ durch einen kapitalen Abwehrfehler im Verbund von Micha Stecher und Michael Pörner mit Torhüter Silvio Scheffel, die sich alle drei nicht einig waren, wer zum Ball geht, ins Hintertreffen. Florian Bauer nahm das Geschenk dankbar an und köpfte seine Farben mit 1:0 in Führung.

Sittenbachtal hatte in den ersten 45 Minuten nur zwei Chancen. Kapitän Maximilian Ehmer setzte nach 15 Minuten einen Freistoß am Tor vorbei und kurz vor dem Seitenwechsel tankte sich Torjäger Tobias Scharrer, der gegen die Möhrendorfer Doppeldeckung einen schweren Stand hatte und sich in vielen Zweikämpfen aufrieb, durch und zwang ASV-Torhüter Baumann zu einer Parade.

Nach dem Seitenwechsel konnten die „Taler“ das Spiel etwas offener gestalten, ohne dass dabei etwas Zwingendes herausgekommen wäre. Bezeichnenderweise war die größte Chance ein fulminanter direkter Freistoß aus gut und gerne 35 Metern, den Thomas Scharrer knapp am Tordreieck vorbeisetzte (55.).

Nach 67 Minuten leisteten sich Libero Markus Steinbinder und Torhüter Scheffel den nächsten Fauxpas und ermöglichten ASV-Linksaußen Johannes Müller, der gedankenschnell dazwischen spritzte und den Ball ins verlassene Tor setzte, das 2.0. Sittenbachtal kämpfte und versuchte noch einmal alles. Doch außer einem strammen Schuss von Co-Trainer Markus Näser, der unmittelbar nach dem 0:2 für Steinbinder ins Spiel gekommen war, mit dem dieser den ansonsten wenig geprüften gegnerischen Torhüter Baumann zu einer Parade forderte, sprang nichts heraus.

Schließlich machte Möhrendorf durch Müller, als die Sittenbachtaler Abwehr den Ball nicht wegbrachte, fünf Minuten vor Schluss mit dem 3:0 den Deckel endgültig drauf. Dass die „Taler“ bei diesem Treffer vehement eine Abseitsstellung beim umsichtig leitenden Unparteiischen Benjamin Wagner reklamierten, war ebenso zwecklos, wie dass es an der ernüchternden Niederlage etwas geändert hätte.

Während Möhrendorf damit am Ziel ist und in die Kreisliga aufsteigt, bleibt Sittenbachtal eine weitere und letzte Chance am kommenden Samstag, 17. Juni, gegen den Verlierer der Begegnung zwischen der DJK Kersbach und dem SV Hiltpoltstein.

Tore: 0:1 Bauer (22.); 0:2, 0:3 Müller (67; 85.); SR: Wagner (TSV Kirchehrenbach); Zuschauer: 700.

N-Land Manfred Keilholz
Manfred Keilholz