Fußball Bezirksliga Nord:

Kampfgeist belohnt: SK Lauf macht aus 0:3 noch ein 5:4

Schwaigs Kapitän Fabian Waldmann, der keinen Ball verloren gibt, wie dieses Duell gegen seinen Gegenspieler Daniel Bretting (re.) dokumentiert, erzielte beim 4:0-Sieg des SV Schwaig gegen den ASV Weisendorf das zweite Tor.Fotos: M. Keilholz2017/10/Schwaig-Weisendorf-Waldmann-Bretting.jpg

ERLANGEN/PEGNITZGRUND — Vier Spiele vier Siege. Alle Teams aus dem PZ-Land entscheiden ihre Bezirksligabegegnungen für sich. Hüttenbach untermauert mit einem Sieg über Adelsdorf den zweiten Tabellenplatz, dem SK Lauf gelingt eine spektakuläre Aufholjagd gegen Stadeln, Schwaig bezwingt Weisendorf souverän mit 4:0 und Hersbruck behält mit einem 2:1 über den ASV Fürth die Punkte zu Hause.

SpVgg Hüttenbach – SC Adelsdorf 4:2 (1:2) – Die Spielvereinigung Hüttenbach wirkt unaufhaltbar und dreht auch einen 0:2- Rückstand gegen Adelsdorf. Es dauerte ein paar Minuten, bis Hüttenbach zu seinem gewohnten Spiel fand. Da stand es jedoch schon 0:1, denn einen groben Fehlpass genau in die Füße von Gräf konnte dieser direkt zum Führungstreffer für die Gäste ausnutzen. Anschließend hatte Hüttenbach mehrere Chancen auf den Ausgleich, Grüner und Matthias Gruner scheiterten per Kopf jedoch knapp. Adelsdorf stellte sich in der ersten Halbzeit als die effizientere Mannschaft heraus und Gräf gelang in der 26. Minute sein zweites Tor. Einen zu knapp abgewehrten Ball verwandelte der SC-Stürmer direkt zum 0:2 ins lange Eck. Mit der Selbstverständlichkeit eines Tabellenzweiten arbeitete sich die Spielvereinigung zurück ins Spiel. Elterlein schaffte zur Pause den Anschluss und nach dem Seitenwechsel war von Adelsdorf nur noch wenig zu sehen.
In der 52. Minute bediente der starke Grüner Loch per Ablage und dieser ließ sich den 2:2- Ausgleich nicht nehmen. Von jetzt an spielte fast nur noch Hüttenbach und es dauerte nicht lange bis deren Toptorjäger Matthias Gruner zuschlug. Wieder war Grüner beteiligt, diesmal wurde er im Strafraum gefoult und es gab Elfmeter. Die Partie war gedreht und Hüttenbach drängte darauf den Deckel auf die nächsten drei Punkte zu machen. Elterlein zog in der 69. Minute mit voller Konsequenz ab und besiegelte den 4:2- Heimerfolg.
Tore: 0:1 (2.) Gräf; 0:2 (26.) Gräf; 1:2 (36.) Elterlein; 2:2 (52.) Loch; 3:2 (58/FE) M. Gruner; 4:2 (69.) Elterlein SR: Markus Hertlein Zuschauer: 150

SV Schwaig – ASV Weisendorf 4:0 (3:0) — Immer tiefer in die Krise schlittert der ASV Weisendorf. Auch beim Gastspiel in Schwaig gab es für den Aufsteiger keine Punkte, sondern eine 0:4-Niederlage. Die war allerdings vermeidbar und kam durch gleich vier Standardgegentore und eine Vielzahl an eigenen vergebenen Hochkarätern zustande. „Heute hätten wir noch eine Stunde spielen können und wir hätten wohl nicht getroffen“, konstatierte Weisendorfs Fußball-Abteilungsleiter Norbert Kreiner nach dem bitteren 0:4 in Schwaig. Es war die vierte Niederlage in Serie, der Abstand auf die Abstiegszone schmilzt. Aber der Reihe nach: In den ersten 45 Minuten gab es kaum Chancen, Weisendorf kam ordentlich ins Spiel und hatte leichte Vorteile. Die Tore erzielten aber die Hausherren und wie schon bei der Heimniederlage gegen Hersbruck (0:2) „war die Zuordnung und das Verteidigen von Standardsituationen miserabel.“ Den Anfang machte Christoph Weber in der 13. Minute und verwandelte einen Freistoß aus 22 Metern halblinker Position, Torwart Lars Oyntzen musste den Schuss passieren lassen. Knapp zehn Minuten später klingelte es erneut. Diesmal brachte der SV den Ball an den zweiten Pfosten, einen Kopfball-Querpass später drückte Kapitän Fabian Waldmann das Spielgerät zum 2:0 über die Linie (24.). Streich Nummer drei folgte in der Schlussminute der ersten Halbzeit: Dieses Mal stimmte die Zuordnung bei einer Ecke nicht, Stefan Schnorr war der Nutznießer.
„Dennoch hätten wir noch etwas mitnehmen können“, so Kreiner. Doch trotz einer guten Offensivleistung fehlte nach der Pause das Entscheidende: die Tore. Friedrich Leist setzte einen Foulelfmeter an die Latte, Tim Schmidt, Tobias Geyer und erneut Leist ließen weitere Hochkaräter sträflich liegen. So jubelte nur noch der SV Schwaig. Wieder nach dem altbekannten Rezept: Standard, Kopfball-Ablage, Tor. Stefan Schnorr durfte sich über seinen zweiten Treffer freuen (80.). Das 4:0 war am Ende zu hoch, aber gerade in Sachen Effektivität eine Lehrstunde für den ASV.nby
Tore: 1:0 (13.) Christoph Weber, 2:0 (24.) Fabian Waldmann, 3:0 (45.) Stefan Schorr, 4:0 (80.) Stefan Schorr. Schiedsrichter: Jürgen Waßmann. Zuschauer: 85.

SK Lauf – FSV Stadeln 5:4 (1:3) — Die erste gute Chance hatte Marc Schober, der in diesem Spiel zu einer Form auflaufen sollte, die dann auch mit spielbestimmend war. Das erste Tor aber erzielten die Stadelner, denn nach einem Freistoß von Standardspezialist Markus Bauer, mit 31 Jahren einer der erfahrensten Spieler auf dem Felde, kam Tobias Wölfel in der 26. Minute zu einem sehenswerten Kopfballtor. Das 0:2 besorgte dann Bauer selbst, als er einen erneuten Freistoß in der 30. Minute direkt verwandelte. Die Laufer wehrten sich zwar vehement gegen eine Niederlage, konnten aber dann nach einem Ballverlust im Mittelfeld auch das 0:3 in der 39. Minute durch Gerhard Strobel nicht verhindern, der nach einer Flanke von rechts nur noch einzuschieben brauchte. Die Laufer, die trotz des Rückstandes nicht aufgaben, kamen dann in der 43. Minute zum wichtigen Anschlusstreffer, den Youngster Simon Kreisel nach Vorarbeit von Holfelder und Hofmann erzielte. Damit ging es in die Pause, die der Laufer Coach Daniel Hanisch dazu nutzte, seine Mannschaften an ihre Stärken auf dem heimischen Kunstrasenplatz zu erinnern.
Dies sollte dann auch sofort im Spiel umgesetzt werden, denn in der 54. Minute konnte Dominik Hofmann auf Flanke von Dotzler den zweiten Laufer Treffer erzielen. Zwei Minuten später dann sogar der Ausgleich zum 3:3 durch Marc Schober, der erneut von der Vorarbeit von Hofmann und Holfelder profitierte. Dann wogte das intensive Spiel hin und her und es kam nach zwanzig Minuten zu einem kuriosen Stadelner Tor durch Roman Mersch zum 3:4, denn sein Schuss prallte vom Innenpfosten ab aufs Laufs Torwart Sven Enzensberger, der den Ball noch fangen konnte, jedoch nach Meinung des Schiedsrichtergespannes hinter der Linie. Damit war aber das Spiel längst noch nicht gelaufen, Lauf bäumte sich gegen die drohende Niederlage auf und Marc Schober gelang in der 79. Minute mit einem Traumtor von der 16er-Linie aus der Ausgleich zum 4:4. Die Moral, die Lauf in der zweiten Halbzeit zeigte, wurde dann sogar noch in der 90. Minute mit dem Siegtreffer belohnt. Der eingewechselte Julius Reutter setzte sich auf der linken Außenbahn stark durch und seine Hereingabe von der Grundlinie aus verwertete Matchwinner Schober zum umjubelten 5:4-Endstand.
Tore: 0:1 Wölfel (26.), 0:2 Bauer (30.), 0:3 Strobel (39.), 1:3 Kreisel (43.), 2:3 Hofmann (54.), 3:3 Schober (56.), 3:4 Mersch (75.), 4:4 Schober (79.), 5:4 Schober (90.). Schiedsrichterin: Miriam Bloß (Sachsen b. Ansbach). Zuschauer: 100.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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