Jahresbilanz der Feuerwehr Schwarzenbruck

Jeden dritten Tag im Einsatz

Mit einem neu angeschafften Hebekissen rettete die Schwarzenbrucker Feuerwehr in Mimberg einen unter einer eingestürzten Mauer begrabenen Mann. | Foto: Endlein2018/01/Feuerwehr-Schwarzenbruck.jpg

SCHWARZENBRUCK – Im vergangenen Jahr gab es für die Einsatzkräfte der Feuerwehr Schwarzenbruck ausgesprochen viel zu tun. Rein rechnerisch piepten an jedem dritten Tag die Funkmeldeempfänger der Feuerwehrmannschaft. Daneben trainierte man bei einer Vielzahl von Übungen und besuchte auch überörtliche Ausbildungsveranstaltungen.

136 Einsätze gab es 2017 für die Schwarzenbrucker Wehr – so viele wie noch nie in der 140-jährigen Geschichte der Feuerwehr. Viele der Einsätze gehören dabei schon fast zum Alltagsgeschäft der Freiwilligen Feuerwehr Schwarzenbruck und werden routiniert abgearbeitet. Hierzu zählt das schnelle Öffnen von Wohnungstüren, wenn beispielsweise ein Patient dem Rettungsdienst nicht mehr die Türe öffnen kann. Auch die Rettung von Verletzten mit der Drehleiter oder das Entfernen einer Ölspur ist „Tagesgeschäft“.

Immer häufiger kam die Feuerwehr vor dem Rettungsdienst an der Einsatzstelle an. Zusätzlich unterstützten Sanitäter der Feuerwehr die Notärzte bei der Versorgung der Unfallopfer. Daneben wurde die Feuerwehr auch alarmiert, um Erste-Hilfe bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu leisten.

Die Feuerwehr war 2017 bei sieben Verkehrsunfällen in und um Schwarzenbruck im Einsatz. Neben der Rettung der Unfallopfer unterstützten die Schwarzenbrucker Feuerwehrkräfte zusätzlich noch die Polizei oder die Bergungsunternehmen, um die Verkehrsbehinderung möglichst gering zu halten und die Straßen schnell wieder freigeben zu können.

Aufwändige Suche

Aufwändig war die Suche nach einem Vermissten im Juli. In enger Zusammenarbeit mit der Polizei und dem Rettungsdienst suchten an drei Tagen insgesamt 153 Einsatzkräfte der Feuerwehr. Alleine bei diesem Einsatz leistete die Feuerwehr über 2 000 Einsatzstunden.

Die Feuerwehr Schwarzenbruck bekämpfte 29 Brände. Bedingt durch die Trockenheit im Sommer gab es viele Waldbrände. Meist konnte der Brandschaden durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr klein gehalten werden. Besonders viel Aufmerksamkeit erhielten die Schwarzenbrucker für ihren Einsatz bei einem brennenden Elektrofahrzeug.

Der ständige Wandel macht auch vor einer Feuerwehr nicht halt. Bedingt durch technische Neuerungen muss der Fuhrpark sowie die vorgehaltenen Geräteschaften auf dem aktuellen Stand gehalten werden, um effektiv helfen zu können. Zahlreiche Anschaffungen und Änderungen haben sich im vergangenen Jahr bewährt. Mit Hebekissen wurde eine von einer umgestürzten Mauer begrabene Person in Mimberg gerettet. Zum Schutz eines Verletzten vor neugierigen Blicken setzte man die neue Sichtschutzwand bei einem Einsatz in der Regensburger Straße ein.

5000 Ausbildungsstunden

Jeder neue Ausrüstungsgegenstand fordert auch eine intensive Ausbildung der Einsatzkräfte. Zudem muss das vorhandene Material immer in die Übungen mit einbezogen werden. Bei 77 planmäßigen Übungen wurden die Mitglieder der Feuerwehr entsprechend geschult. Insgesamt sind hier rund 5000 Ausbildungsstunden durch die Feuerwehrleute geleistet worden.

Daneben besuchte man überörtliche Ausbildungen wie beispielsweise den Modultag des Dienstbezirks zum Thema Bauunfälle und Waldbrandbekämpfung. Zusätzlich besuchten 16 Kameraden Lehrgänge auf einer der drei Feuerwehrschulen.

Beim Jahresabschluss blickte die Mannschaft mit dem Kommandanten Christian Eckstein, dem Vorsitzenden Wolfgang Söder und dem Ehrenkommandanten Hans Schrödel auf das vergangene Jahr zurück.
Vorsitzender Söder blickte auf zahlreiche Ausbildungen und Vereinsveranstaltungen zurück. Kommandant Eckstein dankte angesichts der zahlreichen Einsätze seiner Feuerwehrmannschaft. Abgeschlossen wurde das bisher einsatzreichste Jahr von insgesamt drei Einsätzen an Heiligabend. Dies hatte zur Folge, dass viele ehrenamtliche Feuerwehrkräfte an diesem besonderen Tag mehr Zeit bei der Feuerwehr verbrachten, als bei ihren Familien. Trotzdem waren die Fahrzeuge bei jedem der Einsätze bis auf den letzten Platz vollbesetzt.

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