Neues Caritas-Haus in Hersbruck

Hospiz-Arbeit im früheren Altenheim

Das ehemalige Altenheim ist in der Grabenstraße eingerüstet. Angebote der Caritas ziehen dort ein. | Foto: Katja Bub2017/12/Caritashaus.jpg

HERSBRUCK – Die Caritas Nürnberger Land hat das ehemalige „Altenheim am Citypark“ in der Grabenstraße in Hersbruck angemietet. Dort ziehen ein: das Palliative-Care-Team, die Hospizinitiative und zehn Menschen mit Betreuungsbedarf.

Im Zusammenhang mit der angekündigten Schließung des Hersbrucker Krankenhauses mussten neue Räume für das Palliative Care-Team, an dem auch die Diakonie beteiligt ist, gefunden werden. Es wird künftig im Dachgeschoss in der Grabenstraße 8 untergebracht. Ebenso suchte die Hospizinitiative, die sich bisher komplett in Lauf befand, neue, größere Schulungsräume und neue Angebote für Menschen in der letzten Lebensphase.

Sie bezieht das Erdgeschoss des neuen Gebäudes und wird dort neben den üblichen Koordinationsleistungen für den Einsatz ihrer rund 70 ehrenamtlichen Hospizhelfer im Landkreis auch ein „Tageshospiz Herberge der Lebensfreude“ anbieten. Es ist gedacht für Menschen mit lebensverkürzender Erkrankung bis hin zur letzten Lebensphase.

Keineswegs ist jeder Mensch in dieser letzten und schwierigen Lebensphase bettlägerig und viele wünschen sich auch dann menschliche Kontakte außerhalb des häuslichen Umfelds. Als ehrenamtliches Projekt mit Unterstützung der Sozialstation und des Palliative Care-Teams wird die Hospizinitiative daher künftig für Menschen in der letzten Lebensphase ein Angebot in schönen Räumen zum Treffen und mit einem Mittagessen anbieten. Weitere Informationen hierzu will der kirchliche Wohlfahrtsverband geben, sobald das Konzept endgültig von den Krankenkassen und der Heimaufsicht genehmigt ist.

Im ersten und zweiten Stock wird künftig für zehn Menschen mit Behinderungen und absehbarem Pflegebedarf ein Wohnangebot geschaffen. Auch im Nürnberger Land fehlt massiv bezahlbarer barrierefreier Wohnraum, vor allem in zentrumsnaher Lage mit einer guten Infrastruktur. Insofern sei das ehemalige Altenheim in der Grabenstraße ein Glücksgriff für Menschen mit vielfältigen Behinderungen und einsetzendem Pflegebedarf, schreibt die Caritas in ihrer Pressemitteilung.

Sie will dort für voraussichtlich zehn Personen ein umfangreiches Betreuungskonzept umsetzen, das nicht nur Leistungen der Eingliederungshilfe, sondern auch Leistungen der Grundpflege und der medizinischen Behandlungspflege beinhalten wird. Die Genehmigung des Bezirks fehlt noch.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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