Schutzmaßnahmen für Hersbruck und Sittenbachtal

Hochwasser längst nicht abgehakt

Stadtbaumeister Lothar Grimm (l.) und Bürgermeister Robert Ilg (vorne Mitte) machten sich während des Hochwassers vor gut einer Woche ein eigenes Bild, hier in der Kühnhofener Straße. | Foto: Michael Scholz2017/05/hochwasser-grimm-ilg.jpg

HERSBRUCK – Das Unwetter vor gut einer Woche war noch einmal Thema im Hersbrucker Bauausschuss. Stark betroffen waren die Haid, das Buchgebiet und die Kühnhofener Straße in Altensittenbach. Letztere beide werden demnächst noch einmal Thema sein.

Stadtbaumeister Lothar Grimm sprach von „erheblichen Schäden insbesondere im Buchgebiet“. In der Breslauer Straße schwoll der Essiggraben derart an, dass sich die Straße „Am Buch“ kurzzeitig in einen Sturzbach verwandelte, der Geröll, Zweige und Äste auf dem Asphalt verteilte. Grimm erinnerte daran, dass es bereits einen Stadtratsbeschluss gibt, „den Essiggraben hochwasserfrei zu legen“.

Jetzt berichtete er, dass die nötigen Grundstücksverhandlungen erfolgreich verlaufen wären und wohl bald zu einem „guten Ende“ kämen. Voraussichtlich im nächsten Bauausschuss stehe das Thema auf der Tagesordnung.
Bürgermeister Robert Ilg ging auf das Hochwasser in der Kühnhofener Straße in Altensittenbach ein. Der Sittenbach sei so hoch gestiegen „wie selten in so kurzer Zeit gesehen“. Er berichtete von einem Telefonat mit Kirchensittenbachs Bürgermeister Klaus Albrecht, dessen Gemeinde ebenfalls in Teilen von Hochwasser betroffen war (wir berichteten). Mit dem Kollegen und auch dem Wasserwirtschaftsamt wolle er reflektieren, so Ilg, „was dort genau geschah“.

Der Bürgermeister sprach eine denkbare interkommunale Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde an, was den Hochwasserschutz betrifft. Über Möglichkeiten sei zu sprechen, zum Beispiel ob mehr Rückstauflächen geschaffen werden könnten.

Ilg dankte im öffentlichen Teil des Bauausschusses ausdrücklich noch einmal den Ehrenamtlichen, allen voran den Feuerwehren, die nach dem Unwetter im Einsatz waren. In Hersbruck bestand die besondere Situation, dass die Hersbrucker Wehr zum Zeitpunkt der Flut zum Großteil bei der Massenkarambolage auf der A 6 war. „Da konnte man hier sehen, dass auch die Ortswehren fit sind“, lobte der Bürgermeister. Zudem seien die Bauhofmitarbeiter am Abend noch rasch zur Stelle gewesen.

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N-Land Michael Scholz
Michael Scholz