Bergwacht Lauf/Hersbruck braucht Nachwuchs

Junge Retter gesucht

Hauptaufgabe der Bergwacht: verletzte Personen aus unwegsamem Gelände bergen. | Foto: privat2016/08/bergwacht.jpg

HERSBRUCKER SCHWEIZ – Die Bergwacht Lauf/Hersbruck sucht Nachwuchs. Auf Jungs und Mädels ab 16 Jahren wartet hier ein spannendes Ehrenamt. Immerhin zählt der Frankenjura zu den beliebtesten Sportklettergebieten Europas und ist auch bei Mountainbikefahrern und Wanderern gefragt. Da bleiben Unfälle natürlich nicht aus, was regelmäßig die Bergretter auf den Plan ruft. Sie wissen, wie sie Verunglückte aus unwegsamem Gelände bergen können.

Neben der Bergung von verletzten Personen hilft die Bergwacht auch immer wieder bei Vermisstensuchen, bei der Betreuung von Veranstaltungen und beim Natur- und Umweltschutz. Demnächst etwa führt sie eine Kanuzählung auf der Pegnitz durch und schneidet die bewachsenen Hänge der Burg Hohenstein aus, damit hier die geschützte Hersbrucker Mehlbeere wieder Platz zum Gedeihen hat.

Ihre vornehmliche Aufgabe aber ist die Rettung von Personen aus unwegsamem Gelände, ganz egal ob im Sommer oder Winter, ob ein abgestürzter Kletterer am Höhenglückssteig, ein verunglückter Wanderer oder Waldarbeiter oder ein verletzter Mountainbiker im Osternoher Bikepark. Dementsprechend gut geschult müssen die Retter sein. Zwei Jahre dauert die Grundausbildung, erklärt Adam Szten. Er ist Bereitschaftsleiter der Bergwacht Lauf/Hersbruck.

Alpine Rettungstechnik, Notfallmedizin und Wetterkunde gehören hier ebenso dazu wie Kenntnisse im Naturschutz, im Funk- und Fernmeldewesen sowie im Rettungsskilauf. Die Grundausbildung endet mit einer Sommer- und Winterprüfung.

„Körperliche Fitness und gute Fähigkeiten als Kletterer und Skifahrer sind Voraussetzung für diese Prüfungen“, sagt Bergwacht-Regionalleiter Jürgen Schmieder. Das müssen die Jugendlichen natürlich noch nicht alles können, wenn sie bei der Bergwacht entsteigen wollen. „Sportlich aber sollten sie schon sein – und keine Höheangst haben“, erklärt Schmieder. Alles andere — das Klettern, Skifahren, das medizinische Know-how und die Rettungstechniken — bekommen die Jungs und Mädels beigebracht. Bezahlen müssen für sie diese Ausbildung nichts.

Doch bei der Bergwacht, die dem Roten Kreuz angeschlossen ist, wird nicht nur gebüffelt. „Wir legen auch viel Wert auf Kameradschaft und gemeinsame Aktivitäten“, sagt Schmieder. Und so gehen die Retter ab und an auch zusammen klettern oder unternehmen eine Skitour in den Bergen. Am 9. Oktober plant die Bergwacht einen Schnuppertag für alle Interessierten. Zunächst geht’s zum Klettern an den Höhenglückssteig und dann zur Bergwachthütte nach Enzendorf. „Dort wollen wir zeigen, was wir alles drauf haben“, sagen Jürgen Schmieder und Adam Szten.

Wer in die Bergwacht eintreten oder sie finanziell unterstützen will, kann eine E-Mail schicken an lauf@bergwacht-bayern.de

N-Land Katja Bub
Katja Bub