Max Barnabas Revue Orchester in Hersbruck

Zurück zu Frank Sinatra und Co.

Die Bassstimme von Max Barnabas zeichnet sich durch enormes Klangvolumen aus. | Foto: P. Meyer2018/10/IMG_1694.jpeg

HERSBRUCK – Ein durchweg begeistertes Publikum verließ die Geru-Halle nach einem fantastischen Swing-Konzert von Max Barnabas und seinem Revueorchester. Sie hatten ihr „Best of“-Programm mit Hits aus den 40er und 50er Jahren nach Hersbruck gebracht.

Hocherfreut zeigte sich Wolfgang Wein bei seiner Begrüßung über die vielen Besucher und bedankte sich bei den Sponsoren (Chairgo, EWA, elastoform, Sparkasse, Schwabhof Lieritzhofen, Feine Weine), die es ermöglichten, diese „wunderbare Art von Musik in Hersbruck erlebbar zu machen“. Denn leider höre man diese nur noch sehr selten, so Wein.

Mit schwarzen Anzügen, weißen Hemden und weißen Einstecktüchern betraten die zehn Musiker in der klassischen Berliner Besetzung die Bühne. Drei Saxophone, zwei Trompeten, eine Posaune sowie Schlagzeug, Kontrabass und Klavier erfüllten die Geru-Halle ab dem ersten Takt der Titelmelodie von „Musik ist Trumpf“ mit Leben. Souverän und sicher dirigierte Max Barnabas die Instrumentalisten durch den Abend. Und auch das Publikum zog der charismatische Entertainer mit seinen unterhaltsamen Ansagen sofort in seinen Bann. Er nahm sie mit auf die Reise im „Swing-Zug“ quer durch alle Jahrzehnte des vergangenen Jahrhunderts.

Lieder verschmolzen miteinander

„Quando, quando“, „Mackie Messer“ oder „Crazy little thing called love“ – kleine interessante Geschichten dazwischen verbanden die Lieder miteinander und die Zuhörer lauschten gespannt. Aus den vielen verschiedenen Nummern wurde ein großes Ganzes.

Gleichermaßen verschmolzen die einzelnen Musiker auf der Bühne zu einem homogenen Klangkörper. Schlagzeuger Christian Tournay lieferte Hendrik Gossmann am Kontrabass und Volker Graf am Klavier einen stabilen und exakten Rhythmus, so dass diese beiden ihren fabelhaften Linien freien Lauf lassen konnten. Das wiederum ermöglichte den Saxophonisten Gerhard Wagner, Dirk Eidner und Dominik Landmann solide Akkorde und Begleitung zu spielen sowie zu großartigen Soloeinlagen hervorzutreten.

Stimme mit enormen Klangvolumen

Gleiches galt für den hervorragenden Posaunisten Sebastian Streicher und die Trompeter Stefan Schneider und Stefan Schalanda. Letzterer beeindruckte mit den gezogenen Effekten des „Gummi-Mambos“ die schmunzelnden Zuhörer. Dank der erstklassig harmonierenden Musiker gelang es dem Kopf des Ensembles, Max Barnabas, mit seiner wohlklingenden Bassstimme die Inhalte der Lieder gesanglich so zu erzählen, dass man ihm jedes Wort glaubte. Das enorme Klangvolumen seiner Stimme, vor allem bei den tiefen Tönen in Frank Sinatras „Ol‘ man river“, bezauberte die Zuhörer ungemein. Auch seine Soli an Klarinette und Saxophon waren stets wohl intoniert und fügten sich bestens in den Gesamtklang ein.

Glenn Miller, Duke Ellington, Count Basie – sie alle würden sich sicherlich glücklich schätzen, wenn sie wüssten, dass ihre Musik auf solch mitreißende, kurzweilige und erstklassige Weise weiterlebt. Nach drei Zugaben verließen die Herren die Bühne und es bleibt eigentlich nur die Frage, warum man diese Art Musik nicht öfter zu hören bekommt.
Jeglicher durch das Konzert erwirtschaftete Überschuss geht zu Gunsten der Initiative Frauen und Kinder in Not im Nürnberger Land.

N-Land Petra Meyer
Petra Meyer