Krankenhaus-Schließung Hersbruck

Was wird aus der ärztlichen Bereitschaftspraxis?

Im Krankenhaus ist neben der chirurgisch-orthopädischen Gemeinschaftspraxis auch die ärztliche Bereitschaftspraxis untergebracht. | Foto: M. Scholz2017/10/8471225.jpg

HERSBRUCK – Freitag tagt erneut der Runde Tisch und befasst sich mit der Schließung des Hersbrucker Krankenhauses. Da stellt sich die Frage, was eigentlich aus der ärztlichen Bereitschaftspraxis wird, die ebenfalls im Krankenhausgebäude angesiedelt ist. Die HZ fragte nach.

„In Bayern ist ein hausärztlicher Bereitschaftsdienst flächendeckend eingerichtet“, heißt es auf der Internetseite des Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB). Dieser Dienst ist für all jene da, die außerhalb der Öffnungszeiten ihres Hausarztes medizinische Hilfe benötigen und bei denen es sich nicht um Notfallpatienten handelt.

Für den Hersbrucker Raum ist die ärztliche Bereitschaftspraxis im Krankenhaus untergebracht. Sie ist Mittwoch und Freitag von 17 bis 18 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 12 Uhr sowie von 16 bis 18 Uhr besetzt. Betrieben wird sie — unter dem Mandat der KVB — von Ärzten der Hersbrucker Region, die sich 2009 zu einer Genossenschaft zusammengeschlossen haben.

„Hersbruck als Standort für eine Bereitschaftspraxis bleibt in jedem Fall erhalten. Derzeit finden Gespräche statt, bei denen es um die Organisationsform der Bereitschaftspraxis geht“, teilte die KVB auf Nachfrage der HZ mit. Doch was ist nach der geplanten Schließung des Krankenhauses in ein paar Jahren? Da hört sich die Auskunft der KVB schon anders an: „Wir können eine Entscheidung über das Bestehen der Bereitschaftspraxis in Hersbruck nach Schließung des Krankenhauses zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht treffen.“

Bei der Hersbrucker Ärztegenossenschaft ist das Problem bekannt. Im Moment laufe alles weiter wie bisher, sagt Dr. Alfred Schuller. Dennoch beraten die Mediziner intern bereits, wie es mit der ärztlichen Bereitschaftspraxis in Hersbruck weitergehen kann.

N-Land Katja Bub
Katja Bub