Klare Aussage von Besitzerin

Verkauf von Schickedanz-Villa ist ein Gerücht

Verkauft ihre Villa in Hersbruck nicht, sondern bleibt der Stadt auch weiterhin treu: Madeleine Schickedanz. | Foto: Hans-Joachim Winckler2019/01/schickedanz_hjw_180509_1.jpeg

HERSBRUCK – Kennen Sie noch das Kinderspiel „Flüsterpost“? Einer erzählt etwas, die anderen geben es weiter und am Schluss kommen die kuriosesten Sachen raus. Das Spielchen gibt es auch im wahren Leben: Seit Wochen schon macht die Behauptung die Runde, Schlagerstar Helene Fischer hätte die Schickedanz-Villa in Hersbruck gekauft. Dabei denkt die Eigentümerin Madeleine Schickedanz überhaupt nicht ans Verkaufen.

Schon vor Weihnachten verbreitet sich in Hersbruck das Gerücht wie ein Lauffeuer: „Hast du’s schon gehört? Sängerin Helene Fischer hat die Schickedanz-Villa gekauft.“ Auch jetzt, Mitte Januar, geistert das Gerücht noch immer durch die Stadt – mittlerweile sogar um das ein oder andere spannende Detail ergänzt. So soll der Schlagerstar acht Millionen Euro für das etwa 20 000 Quadratmeter große Anwesen in der Gartenstraße gezahlt haben.

Hat die Quelle-Erbin tatsächlich ihr Elternhaus in Hersbruck verkauft? Die HZ machte sich ans Recherchieren. Und das ist gar nicht so einfach, denn Madeleine Schickedanz lebt zurückgezogen. Interviews haben da eher Seltenheitswert. Doch die HZ hat Glück und wird durchgestellt.

„Schickedanz“, meldet sich eine freundliche Stimme am anderen Ende der Telefonleitung. Ja, sie habe von dem Gerücht gehört. „Und nein, da ist nichts dran“, sagt sie. „Ich hänge sehr an Hersbruck.“ Hier ist die heute 75-Jährige aufgewachsen, ging zur Schule. „Die war damals noch am Schlossplatz“, erzählt sie.

„Hier ist meine Heimat“
Sie habe keinerlei Grund zu verkaufen. Es habe nicht einmal Verhandlungen gegeben. „Hier ist meine Heimat“, betont Schickedanz. Sie liebe die Landschaft, die Natur, die Wälder. „Ich bin sehr sehr gerne in Hersbruck“, versichert sie.

Auch beim Management von Helene Fischer fragte die HZ nach. Von dort war aber – mit Hinweis auf die Privatsphäre der Sängerin – keine Auskunft zu erhalten.
Wie die „Flüsterpost“ nun das Gerücht vom Verkauf der Schickedanz-Villa weiterspinnt? Wir wissen es nicht. Die HZ kann da jedenfalls nur eines flüstern: „Madeleine Schickedanz bleibt.“

N-Land Katja Bub
Katja Bub