Zahlreiche Bürger dabei

Thesenaktion der BI zum Erhalt des Hersbrucker Krankenhauses

Am Hersbrucker Rathaus brachte Heidi Rauenbusch die Thesen für den Erhalt des Hersbrucker Krankenhauses an. | Foto: privat2018/06/IMG-20180608-WA0006.jpg

HERSBRUCK / NÜRNBERG / MÜNCHEN – Etliche Bürger sind am Freitag dem Aufruf der Bürgerinitiative zur Rettung des Hersbrucker Krankenhauses gefolgt und haben um fünf vor zwölf in bester Luthermanier die Forderungen der BI an Gebäuden angebracht.

Mit welch Leidenschaft die Bürger für „ihr“ Hersbrucker Krankenhaus und die anderen kleinen Landkrankenhäuser kämpfen, die derzeit vor dem Aus stehen, zeigte sich an vielen Orten. In Nürnberg postierte sich Horst Vogel mit seinem Thesenpapier vor dem Gesundheitsministerium. In München „eroberten“ Ulrike Eyrich, Angelika Pflaum und Dr. Klaus Reichel nahezu den Landtag mit ihren Forderungen und drückten ihr Thesenpapier etlichen Abgeordneten in die Hand.

Thesen am Faber-Heim
Und auch in Hersbruck waren die Thesen gestern an etlichen Gebäuden zu sehen – am Rathaus ebenso wie an der Hersbrucker Zeitung, am Marktplatz und natürlich am Krankenhaus. Auch der Heimbeirat des Sigmund-Faber-Heims beteiligte sich und brachte das Papier an der Eingangstür der Einrichtung an. Darauf sind die Forderungen der BI zu lesen, die vom Erhalt der stationären Grundversorgung, der chirurgischen Praxis und der ärztlichen Bereitschaftspraxis bis zur Rücknahme der Kürzungen im Pflegebereich reichen.

Außerdem fordert die Bürgerinitiative, die ein Ausbluten des ländlichen Raums befürchtet, stationäre Palliativbetten in Hersbruck einzurichten und das Krankenhaus hier als Lehrkrankenhaus für Assistenzärzte (Allgemeinmedizin) zu nutzen, um die zukünftige medizinische Versorgung im ländlichen Bereich zu sichern.

„Patienten dürfen nicht nur nach ihrem Marktwert behandelt werden!“, heißt es in dem Thesenpapier. Und weiter: „Die Rahmenbedingungen aus der Bundes- und Landespolitik müssen sich ändern!“

Siehe auch zum Thema weitere Artikel: Krankenhaus-BI ruft Bürger zum Thesenanschlag am Freitag auf, Personalkürzungen sollen bleiben, Bestandsgarantie für Krankehaus Hersbruck?, Ein kleines Krankenhaus geht doch, 3000 gingen für Krankenhaus auf die Straße, Offener Brief des Fördervereins Krankenhaus Hersbruck, 10247 für Hersbrucker Krankenhaus, Die nächste Krankenhaus-Demo folgt, Nicht warten, bis die Hütte schließt, Kommentar „Gegen die Landbevölkerung“, Die Intensivstation ist vom Netz, Kunstaktion fürs Hersbrucker Krankenhaus.

N-Land Katja Bub
Katja Bub