Kultur- und Tourismusausschuss des Stadtrates

Symphoniker kommen in Hersbrucker Schlosshof

Die Nürnberger Symphoniker (auf dem Bild beim Kirchensittenbacher Open-Air 2017) sind Ende Juli im malerischen Hersbrucker Schlosshof zu sehen und zu hören. | Foto: J. Ruppert2018/11/Kultur.jpg

HERSBRUCK – Die Nürnberger Symphoniker werden kommen, ebenso meisterhafte Schlepperfahrer, namhafte Kabarettisten, Kindertheaterspieler und Trödelmarktleute. Im Kultur- und Tourismusausschuss des Stadtrates gab es einen ersten Blick auf die Hersbrucker Events 2019. „Der Blick auf die Liste macht deutlich, welch großes Angebot wieder vorhanden ist“, freute sich Bürgermeister Robert Ilg.

„Der Veranstaltungskalender lebt“, sagte der Rathauschef vorsorglich, denn die Aufstellung ist noch alles andere als vollständig und wird nach Eingang von Meldungen ständig ergänzt. Den Anfang bildet der zehnte Trainingsmarathon des MTP am 5. Januar. An Dreikönig folgt dann mit dem Obersten im Hirtenmuseum traditionell das erste Highlight. Am 9. Februar gastiert „Bembers“ mit seinem Programm „Kaputt oder was?“ in der Geru-Halle.

Das weitere Programm umfasst Rummzug am 5. März, Rolf Miller (6. April), Ostersingen, Schaffest am 5. Mai, das Herzschlagfestival der evangelischen Jugend (ab 31. Mai), die Kirchweihen, Trödelmarktwochenenden vor dem Rathaus (29./30. Juni und 14./15. September), Sommerfest, Sardischer Abend am 20. Juli, Altstadtfest mit Eselrennen (ab 2.8.), den Tag der Landwirtschaft mit der Mittelfränkischen Schleppermeisterschaft (1.9.), die Floriansfeste der Feuerwehren, den Handwerkermarkt im Hirtenmuseum (26.9.), den Bürgertisch, Herbert & Schnipsi (26.10.) in der Geru-Halle und den Weihnachtsmarkt.

2019 wird es nur ein Schlosshofkonzert geben. Es findet am 27. Juli mit Ausweichtermin 28. Juli statt. „Das Ereignis ist inzwischen eine feste Größe und hat sich dank seines einzigartigen Ambientes weit über die Grenzen Hersbrucks hinaus etabliert“, sagte Verwaltungsleiter Karlheinz Wölfel. Für nächstes Jahr konnten die Nürnberger Symphoniker als Musiker gewonnen werden.

„Wie schätzt die Stadtverwaltung die Möglichkeit ein, einen Kulturverein für Planung, Organisation und Finanzierung von Veranstaltungen zu schaffen?“, wollte Guido Schmidt wissen. Robert Ilg sah „keine zwingende Notwendigkeit“ dafür. Statt den Umweg über einen Verein zu gehen, möchte er lieber beim direkten Weg über die Stadt bleiben.

„Wer würde es machen?“, fragte Karlheinz Wölfel ganz offen zurück. Denn Ehrenamtliche müssten eine Menge Zeit für diese Aufgabe investieren. Armin Steinbauer zeigte sich von der Idee seines Stadtratskollegen nicht so begeistert: „Bürgerbüro und Stadtmitarbeiter sind ein gut eingespieltes Team. So wie es jetzt läuft, ist es gut.“ Da die Kosten für die von Hersbruck durchgeführten Events nicht ganz vorhersehbar sind, bewilligte der Ausschuss 10 000 Euro, um eventuelle Defizite auszugleichen.

2017 betrug das Minus rund 6400 Euro, 2018 wird der Fehlbetrag noch geringer ausfallen. „Alle sind Aushängeschilder für Hersbruck“, sah Guido Schmidt das Geld gut angelegt. Schließlich ist ein Kulturprogramm heutzutage auch ein Standortfaktor für mögliche Zuzügler. Jürgen Amann hob die erschwinglichen Preise hervor und lobte die Unterstützung durch zahlreiche Sponsoren (vor allem aus der heimischen Wirtschaft).

Robert Ilg sagte, dass Hersbruck die Städtepartnerschaft mit Lossiemouth beleben möchte. 2019 ist eine Busreise nach Schottland geplant, und zwar vom 12. August bis zum 24. August. Der Tourismusverein unter Leitung von Bruno Schmidt kümmert sich federführend um das Programm. Zu dem Thema hat bereits eine Infoveranstaltung stattgefunden. Die Resonanz war groß. Vor Ort werden die Hersbrucker in Gastfamilien, Hotels und Bed&Breakfast-Pensionen untergebracht. Wer Interesse hat, kann sich an Max Weller bei der Stadtverwaltung unter Telefon 09151/735414 wenden.

Leiter Christof Rothkegel berichtete, wie sich die kürzeren Öffnungszeiten des Bürgerbüros auf Tagestouristen auswirken. Es seien ausreichend andere Anlaufstellen gefunden worden, die Auskunft über Unterbringung und mehr geben, so etwa bei Foto Steinbauer, im Hirtenmuseum, bei Tabak Biegel, im Tui-Reisecenter und beim IGE-Reisebahnhof. Robert Ilg dankte den Firmen für die gute Lösung.

Guido Schmidt erkundigte sich, wie das diesjährige Altstadtfest über die Bühne gegangen sei. Bei einer ersten Zusammenkunft der Mitwirkenden zeigten sich zum Beispiel die Gastronomen vom Ergebnis zufrieden, was der Bürgermeister als ein Zeichen für einen guten Besuch wertete. Die Stadt unterstütze die Veranstaltung mit „Manpower“. Wer Verbesserungspunkte und Ideen einbringen möchte, sei bei den Treffen des Vereins zur Durchführung des Altstadtfestes an der richtigen Adresse.

N-Land Jürgen Ruppert
Jürgen Ruppert