Schach Regionalliga

SV Altensittenbach unterliegt Titelaspirant

Der Sieg von Tobias Ammon reichte nicht aus, um die Heimniederlage der Altensittenbacher Schachspieler zu verhindern. | Foto: privat2019/01/Tobias_Ammon.jpeg

ALTENSITTENBACH – In der fünften Runde der Regionalliga unterlagen die Schachspieler des SV Altensittenbach zu Hause dem Aufstiegsaspiranten SC Erlangen II in einem spannenden Schlagabtausch knapp, aber verdient, mit 3,5 zu 4,5.

Dabei entschied Altensittenbach die erste Partie sogar für sich. Frank Röder glich am dritten Brett mit Schwarz mühelos aus und eroberte im Mittelspiel einen Bauern. Es entstand ein ungleichfarbiges Läuferendspiel, das dem Verteidiger üblicherweise viele Rettungswege bietet. Doch als sein Gegner das materielle Gleichgewicht wiederherstellen wollte, setzte Frank Röder zum entscheidenden Bauerndurchbruch an.

Vorstoß rächte sich
Nach drei Stunden Spielzeit wurden weitere Partien entschieden. Manfred Wallinger, Brett 5, hatte die aktiveren Figuren und eroberte zwei Bauern, doch das Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern war nicht zu gewinnen. Am sechsten Brett kam Erlangen zum Ausgleich. Leidtragender war Friedrich Hanisch, der einen unvorsichtigen Bauernvorstoß wagte und allmählich positionell überspielt wurde.

Auch am vierten und siebten Brett triumphierten die Gäste. Gerd Röder opferte die Qualität für einen Königsangriff, der jedoch nie ins Rollen kam. Stattdessen nutzte sein Gegner die einzige offene Linie zum Gegenangriff. Günther Auer, Brett 7, verlor bereits in der Eröffnung einen Bauern. Er opferte eine Figur, um Gegenchancen zu bekommen, doch sein Angriff verpuffte schnell.

Als Christian Endres am Spitzenbrett kurz darauf ebenfalls aufgab, war der Mannschaftskampf beim Zwischenstand von 1,5 zu 4,5 bereits entschieden. Endres hatte im Theorieduell das Nachsehen und versuchte vergeblich eine passive Stellung zu verteidigen.

Am zweiten Brett spielte Tobias Ammon die als harmlos geltende französische Abtauschvariante. Sein Gegner verbrauchte einen Großteil seiner Bedenkzeit bereits in der Anfangsphase der Partie, sodass Ammon beim Übergang ins Endspiel großen Vorteil hatte, den er sicher verwertete. In der letzten Partie des Tages bot Wolfhardt Schraufl Remis durch Zugwiederholung an. Sein Gegner wich dieser aus, riskierte aber damit zu viel, sodass Schraufl einen Bauern in eine Dame umwandelte und den Sieg errang.

N-Land Tobias Ammon
Tobias Ammon