Schülerinnen des PPG bei „Jugend forscht“

Stark in der Wissenschaft

Elisabeth Walter präsentierte ihr "Rätsel der Physik", Jasmin Campagna machte deutlich: "Plastik verschwindet nicht". | Foto: privat2018/03/Dok1.jpg

HERSBRUCK – „Das ist wirklich stark, dass zwei Frauen bei den Naturwissenschaften so glänzen.“ Mit diesen Worten würdigte PPG-Direktor Klaus Neunhoeffer das Abschneiden von zwei Gymnasiastinnen beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“: Während Jasmin Campagna den Sonderpreis für Umwelttechnik einstrich, geht es für Elisabeth Walter als Regionalsiegerin im Bereich Physik nun zum Landesentscheid.

Hört man den beiden Oberstufenschülerinnen zu, könnte man meinen, deren Weg dorthin sei vorgezeichnet worden. Beide waren bereits in der Unterstufe in der ProPhy-Gruppe und hatten damals schon viel von „Jugend forscht“ gehört. „Mich hat das begeistert und ich wollte da hin“, erzählt Jasmin Campagna.

Mit ihren „Lösungsansätzen zur Verminderung von Plastikmüll im heimischen Raum“ hat es die Schülerin der Q11 geschafft. Die Idee zur Arbeit und zu den Versuchen mit Plastik und Regenwürmern, die letztlich bewiesen, dass dieser Müll eben nicht verschwindet, hatte sie beim Mint-EC-Camp auf Helgoland. Für ihre Forschungen wurde sie beim Regionalwettbewerb mit dem mit 75 Euro dotierten Sonderpreis für Umwelttechnik belohnt.

Das ist Campagna, die mit einem Medizinstudium liebäugelt, aber noch nicht genug: Sie reicht ihr Thema noch beim Bundesumweltwettbewerb ein und überlegt, ob sie nächstes Schuljahr mit einem anderen Thema nochmals an „Jugend forscht“ teilnimmt.

Faszinierende Teilchenphysik

Auch bei Abiturientin Elisabeth Walter zeigt sich, wie fördernd die Mitgliedschaft des Paul-Pfinzing-Gymnasiums im Mint-Netzwerk Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik ist. Denn auch die aufgeweckte junge Frau kam darüber vor rund zwei Jahren zum „Cern“, dem Netzwerk Teilchenwelt in Mainz, und zu ihrem Thema „Suche nach schweren Neutrinos in Kaonzerfällen“. Für sie folgerichtig: „Teilchenphysik hat mich schon immer fasziniert“, sagt sie.

Wie schon beim naturwissenschaftlichen Abend, der für beide eine Art Testlauf für den Regionalwettbewerb war, versucht Walter in wenigen Sätzen anzudeuten, dass sich ihr „Rätsel der Physik“ um dunkle Materie, Neutrinos, Teilchenphysik und Datenanalyse dreht. „Das kann einmal neue Erkenntnisse über das Weltall ergeben“, sagt sie. Ihre Augen funkeln und sie wirft mit Fremdwörter nur so um sich beim Erklären. Kein Wunder, dass Walter, die bei der Arbeit von ihrem künftigen Mainzer Professor unterstützt wurde, genau dort Physik studieren will. „Die Hiwi-Stelle habe ich auch schon.“

Wichtige Erfahrung

Für beide Schülerinnen war der regionale Vorentscheid, den als letzter PPGler der Reichenschwander Jonas Engelhard 2013 gewonnen hatte, eine wichtige Erfahrung. Sie genossen besonders den Austausch mit anderen Teilnehmern und Besuchern. „So hat man andere Denk- und Herangehensweisen kennengelernt“, berichtet Campagna.
Walter interessierten vor allem die „anderen coolen Projekte“ vor Ort. Auf diese freut sie sich schon beim bayerischen Landeswettbewerb in München in zwei Wochen.

Nachbessern musste sie für ihren Auftritt dort nicht: „Die Jury hat mir weder Fragen nach meinem Vortrag gestellt noch mir Tipps gegeben.“ Die Konkurrenz und Bandbreite schätzt sie als groß ein, Chancen ließen sich da schwer ausrechnen.
Egal, ob es für Walter noch weiter geht. Für Neunhoeffer und Lehrerin Evi Pürner sind Sonderpreis und Regionalsieg schon jetzt eine Bestätigung der Arbeit: „Damit wird die kontinuierliche Qualität am PPG in den Naturwissenschaften unterstrichen.“

N-Land Andrea Pitsch
Andrea Pitsch