Bezirksliga-Wintertagung

Spielleiter des FC Hersbruck im neuen Sprecherteam

Fabian Lämmermann (links neben Bezirksspielleiterin Sandra Hofmann) ist einer von vier Vereinsvertretern, die als „Sprachrohr“ und Bindeglied der 36 Bezirksligavereine zu den Verbandsfunktionären fungieren sollen. | Foto: M. Keilholz2019/01/DSC07305-1.jpeg

NÜRNBERG – Frischer Wind im Fußballbezirk Mittelfranken: Bezirksspielleiterin Sandra Hofmann, seit Sommer vergangenen Jahres im Amt, zog die Bezirksliga-Wintertagung in der Rekordzeit von knapp 40 Minuten durch. Wichtigster Punkt der Zusammenkunft bei Cagri Spor Nürnberg in den Räumen der islamischen Gemeinde in Nürnberg-Schweinau war die Installation eines vierköpfigen Sprecherteams aus der Mitte der Vereine. Einer dieser Vertreter, die künftig als Mittler zwischen den 36 Bezirksligavereinen und den Vertretern des Fußballverbands fungieren, ist Fabian Lämmermann vom FC Hersbruck.

Spielleiterin Hofmann möchte die Vereine bei der Gestaltung und Festlegung der Rahmenbedingungen wie der Spielplangestaltung oder des Auf- und Abstiegs mit einbinden. Sie verspricht sich davon einen positiven Effekt in der Hinsicht, dass Spielleitung und Mannschaften näher zusammenrücken, indem Dinge konstruktiv besprochen werden und die Belange der Vereine bei Entscheidungen ein größeres Gewicht bekommen.

„Lass mich überraschen“
Wie die Zusammenarbeit praktisch abläuft, ist zwar noch nicht festgelegt, doch die Bezirksspielleiterin ist guter Dinge: „Ich lasse mich überraschen, was auf mich zukommt“. In gleicher Art und Weise äußerte sich Fabian Lämmermann. Dieser konnte sich, nachdem er bei einer telefonischen Anfrage in einer sportlichen Angelegenheit von Hofmann direkt darauf angesprochen worden war, schnell mit dem Gedanken anfreunden, dieses Ehrenamt zu übernehmen und ist jetzt einer von zwei Ansprechpartnern für die Bezirksliga Nord.

Sportlich soll in beiden Bezirksliga-Staffeln am zweiten Märzwochenende der Ball wieder rollen. Der FC Hersbruck (7.) startet am Sonntag, 10. März, mit dem Heimspiel gegen den Rangdritten SV Buckenhofen aus der Winterpause. Die Saison endet dann am Samstag, 18. Mai. Die Meister beider Staffeln steigen in die Landesliga auf. Auf die Vizemeister warten dagegen kräftezehrende Aufstiegsspiele, die wie auf Landesebene üblich im Europapokalmodus mit Hin- und Rückspielen ausgetragen werden.

Die vier Letztplatzierten steigen direkt ab, während für die Fünftletzten beider Spielgruppen ein letzter Rettungsanker bleibt. Diese kämpfen am 25. Mai in einem Entscheidungsspiel auf neutralem Platz um den Klassenerhalt; der Sieger bleibt Bezirksligist; der Verlierer muss ebenfalls in den sauren Abstiegsapfel beißen.

Bezirksschiedsrichterobmann Siegmar Seiferlein zeigte sich in seinem Zwischenfazit zum bisherigen Saisonverlauf, was Verwarnungen, Gelb-rote und Rote Karten – 13 in der Gruppe Nord und 20 in der Südgruppe – betrifft, im Großen und Ganzen zufrieden. Eine Tendenz, die vom Vorsitzenden des Bezirkssportgerichts, Thomas Zöllner, bestätigt wurde, der von einer „normalen Anzahl von Fällen“ sprach, „die zu verhandeln gewesen sind“.

Dieser durchaus erfreuliche Trend wird allerdings getrübt durch verbale Ausfälle von Trainern, Funktionären und Zuschauern gegenüber den Unparteiischen, die signifikant zugenommen haben. Seiferlein appellierte daher eindringlich an die Vereinsverantwortlichen, alles zu unternehmen, dieser um sich greifenden Unsitte, Entscheidungen der Unparteiischen infrage zu stellen, Einhalt zu gebieten.

Zum Abschluss trat Sandra Hofmann noch einmal ans Mikrofon, um für den Erdinger Meistercup zu werben. Ausrichter dieses „großen und spannenden Events“, wie sich die Spielleiterin ausdrückte, ist am 30. Juni der SV Schwaig.

N-Land Manfred Keilholz
Manfred Keilholz