Heimturnier des HC Hersbruck

Spielefest der Handball-Minis

Nicht zu bremsen: Die HC-Minis (hier Anton Wagner) waren bei ihrem Heimturnier mit Feuereifer bei der Sache. | Foto: Porta2017/12/8613337.jpg

HERSBRUCK – Weit mehr Spielpraxis als gedacht haben die Handballminis des HC Hersbruck bei ihrem „Spielfest“ in der Dreifach-Turnhalle sammeln dürfen: Weil der DJK SV Berg mit nur vier Kindern anreiste, halfen die Hersbrucker Jungen und Mädchen bei deren vier Spielen kurzerhand mit aus – und waren auch bei diesen „Sonderschichten“ mit Feuereifer bei der Sache.

„Vollkommen normal“, kommentierte Lisa Endner diese Form der Nachbarschaftshilfe, „es geht doch darum, dass die Kinder spielen und ihren Spaß haben.“ Genau das hat oberste Priorität bei den Turnieren der jüngsten Handballer im Bezirk – während die Ergebnisse bei den „Spielfesten“ eher Nebensache sind und allenfalls die Betreuer interessieren sollten.

Im Juli übernahm die Spielmacherin der HC-Damen den „Zweitjob“ von Christina Reif (die mit dem „alten“ Jahrgang in die E-Jugend wechselte) und hat ihre Entscheidung bislang nicht eine Sekunde bereut: „Das macht total Spaß“, sagt sie – stellvertretend auch für ihre Co-Trainerinnen Katharina Dotzler, Selina Sensen und Lea Piskorz, die beim Heimturnier nicht nur ihre Schützlinge auf die Einsätze vorbereiten, sondern sich auch um das ganze Drumherum beim Turnier kümmern müssen.

Die Regeln sitzen bei den elf eingesetzten der insgesamt 19 HC-Minis (Lisa Endner: „Ein paar sind beim Skifahren, unsere Drei- und Vierjährigen spielen noch keine Turniere.“) schon ganz gut. Dafür klappt es in der etwas einseitigen Begegnung mit der M 1 vom Branchenführer HC Erlangen mit dem Torewerfen nicht ganz wie gewünscht. Das aber ändert sich dann im zweiten Spiel des Tages gegen den HC Sulzbach-Rosenberg. Hier durften Leonardo Ibrushi, Luis Hammerbacher, Anton Wagner und mit Sophie Lemke auch das einzige Mädchen im Miniteam immer wieder jubelnd in ihre Spielhälfte zurücklaufen.

Zwischen ihren Begegnungen flitzen die Handballer von übermorgen nach Herzenslust auf der sogenannten „Spielwiese“ zwischen den beiden Feldern herum – springen von Kästen auf die Weichbodenmatten, spielen „Fangerlenz“ oder setzen sich ein Baustellenhütchen auf den Kopf. Dieser Bewegungsparcours ist ebenso nicht wegzudenken bei den Miniturnieren wie das Zusammenkommen aller Spieler nach dem Schlusspfiff.

Da reihen sich die kleinen Sportler brav gegenüber auf, lassen sich vom Schiedsrichter das Ergebnis sagen und machen den „Sportlergruß“: „Schließlich gehört neben dem Spaß an der Bewegung auch die Fairness dazu. Deshalb lernen die Kinder schon in diesem Alter, dass es sich gehört, seinem Gegner nach dem Spiel die Hand zu schütteln“, sagt Lisa Endner.

N-Land Klaus Porta
Klaus Porta