Der „Glubb“ als Kunstwerk

Sonderdruck der Hersbrucker Bücherwerkstätte

Nostalgie pur: Der FCN-Sonderdruck der Hersbrucker Bücherwerkstätte lässt die guten alten „Glubb“-Zeiten hochleben. | Foto: Gölling/Tobisch2017/09/8386845.jpg

HERSBRUCK – Für viele Fans ist das, was ihre Lieblingskicker auf den Rasen zaubern, in Sachen Kunst bedeutender als etwa ein Gemälde von Dali oder Chagall. Auch die Hersbrucker Bücherwerkstätte hat sich in dieser Saison wieder einmal aufs Spielfeld gewagt und für die aktuelle Ausgabe des Mitgliedermagazins des 1. FC Nürnberg einen „Glubb“-Sonderdruck entworfen.

„Uns als Fans zu bezeichnen, wäre ein bisschen zu hoch gegriffen“, sagt Günther Tobisch, aber der „Glubb“ hat für waschechte Franken halt doch eine gewisse Bedeutung und das Herz hängt irgendwie am zuletzt nicht mehr ganz so erfolgreichen Altmeister. Und in den 1980er haben Tobisch und seine Mitstreiter um Michael Gölling und Siggi Zimmermann schon einmal mit einem Club-Kalender für Furore gesorgt, als sie Texte des Amberger Schriftstellers Eckhard Henscheid auf ihre unnachahmliche Weise illustrierten.

Als nun ihr alter Bekannter Andreas Schade, seines Zeichens verantwortlicher Redakteur des Club-Magazins, anfragte, ob die beiden mal wieder etwas über den
1. FC Nürnberg machen möchten, setzte sich Gölling sofort hin und entwarf einen Vierzeiler, der an die glorreichen Zeiten des einstigen Rekordmeisters erinnert. „Einfach so, aus Spaß an der Freud’“, wie Tobisch der HZ verriet.

Das Ergebnis präsentiert Schade samt eines Kurzporträts der 1969 von Gölling und Tobisch gegründeten Original Hersbrucker Bücherwerkstätte in der aktuellen Ausgabe des Mitgliedermagazins unter dem wohl keineswegs ironisch zu verstehenden Titel „Clubkunst“ auf vier Seiten.

Wer sich den in streng limitierter Auflage von 25 Stück erstellten Sonderdruck in seine Club-Fanecke hängen möchte, bekommt das kleine Kunstwerk für 50 Euro direkt in der Bücherwerkstätte (Mauerweg 17 a).

N-Land Klaus Porta
Klaus Porta