Wettbewerb „Jugend präsentiert“

So geht das Psychospiel im Supermarkt

Wie tickt so ein Supermarkt? Das legten Sarah Kaika und Emma Kelsch absolut überzeugend dar. | Foto: A. Pitsch2018/01/8727617.jpg

HERSBRUCK  – Die Vorgaben waren genau, das Programm straff – für Jury wie Teilnehmer: Der bundesweite Wettbewerb „Jugend präsentiert“ feierte seine Premiere im Paul-Pfinzing-Gymnasium. In einer Vorrunde wurden zwei Präsentationen für das Finale in Berlin ausgewählt.

Fünf Minuten hatten drei Duos und eine Einzelperson jeweils Zeit, eine von ihnen selbst entwickelte Fragestellung bestmöglich zu beantworten. Zur Bewertung hatte die sechsköpfige Jury einen exakten Kriterienkatalog vom Projektbüro vorgelegt bekommen.

Jakob Güttinger und Ferdinand Suschke aus der achten Klasse stellten sich den kritischen Augen und Ohren als erstes und versuchten, die Männer und Frauen für die Frage „E-Autos – die Zukunft der Automobilindustrie?“ zu gewinnen. Zwar zeigten sie die Vor- und Nachteile der Elektromobilität klar auf und beantworteten souverän Zusatzfragen, den eigentlichen Kern trafen sie aber nicht ganz. Der Lohn dennoch: ein Platz in der regionalen Qualifikationsrunde.

Ebenfalls dort wird auch Julian Klöss (Q11) antreten. Er erklärte in klarer, verständlicher und den Vortrag unterstützender Sprechweise das „Unicode-System“, eine weltweit verwendete Übersetzungstafel von Buchstaben in Zahlen und zurück. Damit lassen sich auch Runen oder Emojis darstellen, zeigte er auf. „Die Tafel ist nur zu 22 Prozent gefüllt und bietet somit Platz für weitere Sprachen.“ Auch wenn er den Anspruch des Systems – Kompatibilität und das Bewahren von Sprachen vor dem Aussterben – gut herausgearbeitet hatte, so fehlte ihm die passende Fragestellung als Einstieg.

Merklich nervös betraten Brian Wang und Luis Röhrer den Klassenraum. Der ein oder andere Versprecher verriet ihre Gefühlslage. In einer schön gegliederten Präsentation erklärten die beiden Achtklässler anschaulich, was eine Termite ist, wie sie sich ernährt, lebt und wie ein Staat entsteht.

All dies brachte den beiden einen Platz im Bundesfinale im September in Berlin ein.  Unter den bundesweit 150 besten Schülern werden auch Sarah Kaika und Emma Kelsch sein. Das souverän und sicher auftretende Damen-Duo aus der achten Klasse lieferte eine saubere und mit Witz gespickte Analyse von Aufbau und Psychologie der Supermärkte. Anhand erklärender Grafiken erläuterten sie die Wirkung von Werbung und Rabatten. So sind Angebote wie „Drei für zwei“ oder Produktpakete aus einem Grund besonders beliebt: „Das Hirn muss nicht denken.“

N-Land Andrea Pitsch
Andrea Pitsch