Hersbrucker Handballdamen unterliegen Pyrbaum

Schläfriger Start kostet Heimsieg

Ein Schlüssel zur Aufholjagd nach der Pause: Kreisläuferin Xenia Koch traf nach schönen Anspielen entweder selbst oder sperrte dem Rückraum Lücken für erfolgreiche Würfe frei. | Foto: Porta2018/11/DSC_3571.jpeg

HERSBRUCK – „Das Spiel haben wir in den ersten zehn Minuten verloren“, resümierte Halbspielerin Jana Vampola das erste Heimspiel der Handballerinnen des HC Hersbruck – eine letztlich unnötige 20:24-Niederlage gegen die HSG Pyrbaum/Seligenporten.

Zu ungewohnt früher Zeit – um 14 Uhr – mussten die HC-Damen dieses Mal „auf die Platte“. Und so waren es wieder einmal diese besonderen ersten zehn Minuten des Spiels, über die Damentrainer Robert Lorenz schon seit seinem ersten Einsatz auf der Bank „predigt“, dass in diesen alle Kräfte ausgeschöpft werden sollen und ein Zeichen gegenüber den Gegnern gesetzt werden muss. Dieses Mal war der Start in die Begegnung jedoch geprägt von technischen Fehlern, Fehlpässen sowie Ungereimtheiten in der Abwehr der Gastgeberinnen.

Schwächen genutzt

Die HSG erkannte und nutzte diese Schwächen und zog in den ersten sieben Minuten auf 1:6 davon. Erst dann erlöste Halbspielerin Katja Vampola ihr Team und netzte, wie danach noch öfter in diesem Spiel, erfolgreich ein. Auch Tamara Scharrer auf der Kreisposition verwandelte sicher und Lena Endner bewies wie gewohnt ihre Ruhe und Stärke beim Siebenmeter.

Die HC-Mädels waren nun zwar etwas wacher, in der Abwehr aber immer noch nicht „giftig“ genug, und ließen so die Gegner vor allem über die linke Seite zu Torerfolgen kommen. Die Gäste behielten deshalb souverän ihren Vorsprung bis zum Halbzeitstand von 10:16.

Die ersten Minuten des zweiten Durchgangs der kräftezehrenden Partie gehörten dann wohl zu den besten der HC-Damen seit langem. Die Bank feuerte die Feldspielerinnen kräftig an und ermutigte sie, ihre Stärken auszuspielen. So gelangen den Hersbruckerinnen wunderschöne Anspiele auf Kreisspielerin Xenia Koch, die sicher verwandelte. Diese positionierte sich auch gekonnt zwischen den gegnerischen Abwehrspielerinnen und schuf so Lücken für Selina Sensen und Jana Vampola.

Fehler verhinderten Aufholen

Nach und nach aber schlichen sich wieder vermehrt kleine, aber folgenschwere Fehler ins Spiel der „Schwarz-weißen“ ein, die ein wirklich gefährliches Aufholen verhinderten. In den letzten zehn Minuten kamen die Damen durch eine vom Siebenmeterpunkt treffsichere Emely Dennl sowie durch eine starke Abwehrleistung noch einmal in Fahrt. Christina Altwasser im Tor stärkte die Defensive mit sicheren Paraden und „vernagelte“ ihr Tor zum Schluss fast komplett. „Obwohl die Stimmung immer gut war und wir auch gekämpft haben, konnten wir den Vorsprung der Gegner nie mehr aufholen“, sagte Jana Vampola nach der Partie, in der es ihr der Gegner sehr schwer gemacht hatte.

Die Köpfe lassen die HC-Frauen trotz der Niederlage aber nicht hängen. Am Samstag, 17. November, um 15.30 Uhr wollen sie erneut in heimischer Halle gegen die HSG Berching/Pollanten beweisen, dass sie mit Teamgeist und ihren individuellen Stärken auf allen Positionen jeden Gegner schlagen können.

N-Land Hersbrucker Zeitung
Hersbrucker Zeitung