Märchenabend bei Rosenwochen

Sagenhafte Rosen

Die Erzählerinnen Andrea Gonze (Mitte) und Sonngard Wudy-Kühnhakl zusammen mit Robert Vogel im herrlich blühenden Rosenareal der Baumschule Geiger. | Foto: H. Neitz2017/07/8228395.jpeg

HERSBRUCK – Zu einem Märchenabend für Erwachsene hat das Wirtschaftsforum im Rahmen der Hersbrucker Rosenwochen die bekannten und beliebten Erzählerinnen Andrea Gonze und Sonngard Wudy-Kühnhakl in die Baumschule Geiger eingeladen. Robert Vogel umrahmte die Sagen und Märchen gekonnt und liebevoll mit erdig klingenden Weisen des Alphorns – genauer, mit dem von ihm selbst entwickelten „Vogelhorn“.

Im Blumenstadl der Baumschule und auch schon auf dem Weg dahin waren verschiedene, herrlich blühende Rosenstöcke zu bewundern. Passend dazu auch die von den beiden Erzählerinnen spannend und reizvoll erzählten Geschichten, bei denen dann oft die „Königinnen der Blumen“ im Mittelpunkt standen.

Andrea Gonze und Sonngard Wudy-Kühnhakl nahmen die erwachsenen Märchenfreunde mit in eine Welt der Sagen und Mythen aus längst vergangener Zeit. Die „Märchenfrauen“ erzählten von Prinzen, schwarzen Rosen, bildhübschen jungen Mädchen und Feen, von Liebe, Leid und Menschlichkeit. Und auch von Adam und Eva: Bei deren Rausschmiss aus dem Paradies konnten sie zumindest eine kleine Ranke mitnehmen, aus der sich nach liebevoller Pflege die herrliche Rose entwickelte.

Charmant verpackt und vom Schmunzeln der Zuhörer begleitet, berichtete Andrea Gonze aus „Das deutsche Dekameron“ und gab einen überaus interessanten und amüsanten Einblick in die frauliche Biologie. Sie erzählte von einer Zauberpflanze, die bei richtiger Handhabung sogar ein bestimmtes Organ, das normalerweise zwar sehr nützlich und wohltuend ist, aber seine Eitelkeiten sonst nie verbal äußert, – anatomisch südlich des Bauchnabels angeordnet – zum Sprechen bringt.

Nach anfänglichen Streitgespräch zwischen ihm und deren „Besitzerin“, und diversen Erfahrungen erkennen dann aber sowohl das bildhübsche junge Mädchen als auch deren „eingebildete Kontrahentin“, dass sie nur zusammen wirklich glücklich und ein Segen für die Menschen sind.

N-Land Helmut Neitz
Helmut Neitz