Bezirksliga: FC Hersbruck spielt um Landesligaaufstieg

Riesiger Jubel

Die bekannt stabile Hersbrucker Defensive musste im Spitzenspiel gegen Türkspor Nürnberger lediglich einen Treffer hinnehmen. ⋌Foto: J. Ruppert2018/05/fc_hersbruck.jpeg

PEGNITZGRUND – Der FC Hersbruck ist am Ziel seiner Träume. Das Team von Erfolgstrainer Stefan Erhardt hat sich die Vizemeisterschaft der Bezirksliga Nord gesichert. Bei Türkspor Nürnberg, dem einzigen verbliebenen Rivalen um Rang zwei glückte Hersbruck ein 2:1. Der „Club“ hat nun uneinholbare vier Zähler Vorsprung, denn es steht nur mehr eine Runde auf dem Programm. Die Hersbrucker dürfen nun an der Aufstiegsrelegation zur Landesliga teilnehmen. Auch die Abstiegsfrage ist vorzeitig geklärt. Die SG Nürnberg-Fürth wird nach dem 0:3 gegen den SK Lauf den ASV Pegnitz, die Kirchehrenbacher und den SC Adelsdorf auf dem Gang eine Etage tiefer begleiten. Kirchehrenbach bekleckerte sich beim vorletzten Bezirksligaauftritt nicht mit Ruhm und ging 0:8 unter.

Türkspor Nbg. – FC Hersbruck 1:2
Im direkten Duell um den Relegationsplatz erwischte Hersbruck den deutlich besseren Start. Bereits in der zweiten Minute setzte sich Brüx auf dem Flügel gegen mehrere Gegenspieler durch, scheiterte jedoch aus spitzem Winkel denkbar knapp. Kurze Zeit später gewann Kreuzer bei einem weiten Ball in die Spitze das Laufduell gegen Izbudak und verlängerte per Kopf um anschließend vom Keeper im Strafraum umgerannt zu werden. Die Pfeife des Unparteiischen blieb aber stumm. Kreuzer musste kurz darauf sogar ausgewechselt werden. Der Club hatte richtig guten Zugriff auf die Partie und die torgefährlichen Aktionen waren zugunsten des Gastes verteilt. Umso ärgerlicher der Führungstreffer für Türkspor aus heiterem Himmel. Menekse hatte zu viel Freiraum und traf aus zirka 18 Metern zentraler Position. Hersbruck war keineswegs geschockt und auch in der Folge ein mindestens gleichwertiger Gegner. Bis zum Seitenwechsel sollte die knappe Führung aber Bestand haben.

„Club“-Coach Stefan Erhardt schwor seine Truppe in der Pause noch einmal auf ihre Fähigkeiten ein und seine Worte stießen auf offene Ohren. Mit einer unglaublichen Energieleistung wurden die Türken bearbeitet. Der Ausgleich lag in der Luft und nach einem berechtigten Foulelfmeter traf Bongers gewohnt sicher zum 1:1. Türkspor öffnete die Abwehr, um die Schwarz-Weißen doch noch zu überflügeln. Bauernfeind musste mit einem sensationellen Reflex bei einem Kopfball aus kürzester Distanz sein ganzes Können aufbieten. Der Club spielte aber keineswegs auf Halten, man suchte die Entscheidung im Kampf um Platz zwei. Nach einem Distanzschuss von Ascher war Brüx im Nachsetzen zur Stelle und brachte seine Farben in Front. Die Heimelf hatte außer einem Lattentreffer keine nennenswerte Aktion mehr und in der Nachspielzeit versäumte der Club die endgültige Entscheidung bei einem Konter. Dann war aber Schluss und der Jubel kannte keine Grenzen bei Spielern, Betreuern und mitgereistem Anhang. Die Mannschaft war an diesem Tag wieder einmal über sich hinausgewachsen.

Tore: 1:0 Menekse (22.), 1:1 Rene Bongers (FE 70.), 1:2 Alexander Brüx (86.); SR: Daniel Leykamm (TSV Kornburg).

FC Hersbruck: Bauernfeind, Bongers, Brüx, Dill, Maas (85. Schimpfhauser), Bauerfeld, Kreuzer (20. J. Schneider), Mertel, Ertel (88. Günther), Ascher, Karnoll.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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