Schüler jähten Unkraut bei Projekt

„Tolle Knollen“ von Unkraut befreit

Dass so ein Acker viel Arbeit macht, haben die Jungs und Mädels bereits am eigenen Leib erfahren. Dennoch, ihr Fazit nach einer Stunde Unkraut jäten: „Das macht Spaß.“ | Foto: K. Bub2018/07/DSC_0542.jpeg

HERSBRUCK – Mit viel Eifer haben sich die Kinder der Klasse 3a von der Hersbrucker Grete-Schickedanz-Grundschule durch Unkraut und Schlingpflanzen gekämpft und ihren Kartoffelacker von dem Pflanzenwust befreit. Schließlich sollen ihre tollen Knollen hier bis zur Ernte im Herbst noch ungestört wachsen und gedeihen können.

Etwa alle drei Wochen kommen die Schüler mit Lehrerin Anna Roth zum Acker, um hier Hand anzulegen und ihre Kartoffeln zu hegen und zu pflegen. Mit von der Partie ist auch eine Gruppe von der Lebenshilfe Nürnberger Land. „Tolle Knolle“ heißt das Projekt des Arbeitskreises Cittaslow, den Brigitta Stöber leitet.

„Das macht Spaß“, sagt Melissa Tokat und stopft ihr ausgerissenes Unkraut beherzt in einen großen Eimer. Auch etliche Kartoffelkäfer hat die Schülerin schon eingesammelt. „Das sind Schädlinge, die die Blätter der Kartoffeln abfressen“, erklären Acelya Buz, Andrei Suciu und Sanya Rieck. Munter erzählen die drei weiter, wie die Kartoffel überhaupt nach Deutschland kam. Woher sie das alles wissen? „Von unserem Projekttag über die Kartoffel“, sagen sie.

Verkauf auf Kartoffelmarkt

Besonders freuen sich die Schüler auf die Ernte im September. Am 20. Oktober wollen sie ihre tollen Knollen dann auf dem Kartoffelmarkt in Hersbruck gegen eine Spende abgeben. Und die Lebenshilfe will dort Speisen rund um Rüben anbieten. Denn auch die bauen die fleißigen Gärtner auf dem Acker an. „Das Rezept wissen wir aber noch nicht“, sagt Gabi Näder von der Lebenshilfe.

Noah Dengel hat beim Unkrautjäten so allerhand entdeckt. In seiner Schirmmütze liegen ein Knochen, ein Legosteinchen, dazwischen kriechen zwei Raupen. „Ich werde sie mit nach Hause nehmen und züchten“, sagt er voller Stolz.

N-Land Katja Bub
Katja Bub