Sturmtief und die Folgen

„Niklas“ hält Feuerwehren in Atem

Auch dieses Haus an der Ecke Nürnberger Straße/Wilhelm-Ulmer-Straße zog „Niklas“ in Mitleidenschaft. Foto: privat2015/03/5_2_1_2_20150401_STURM.jpg

HERSBRUCK — Sturmtief „Niklas“ hat den Feuerwehren im Hersbrucker Land einen arbeitsreichen Tag gebracht. Auch der Bahnverkehr litt unter den bis zu 110 Stundenkilometer schnellen Orkanböen. Reisende mussten hier mit Verspätungen und Zugausfällen zurechtkommen.

20 Feuerwehren aus dem Altlandkreis wurden gestern wegen umgestürzter Bäume alarmiert, bilanzierte Kreisbrandinspektor Holger Herrmann. So war die Straße von Hersbruck hinauf nach Großviehberg – wo ein Landwirt kurzerhand selbst zur Säge griff und für „freie Bahn“ sorgte – oder die Verbindung zwischen Waizenfeld und Heldmannsberg vorübergehend blockiert.

Bei Rupprechtstegen krachte ein Baum auf eine Oberleitung, die Stromversorgung war für kurze Zeit unterbrochen. Nachdem die Feuerwehrler den Stamm entfernt hatten, konnte ein Mitarbeiter des örtlichen Versorgers den Hebel aber alsbald wieder umlegen.

Zwischen Artelshofen und Großmeinfeld löste sich wohl infolge Regens ein Steinbrocken von „gut einem dreiviertel auf einen dreiviertel Meter“ (Herrmann) und kam erst auf der Ortsverbindungsstraße zum Liegen. Auch hier musste die Feuerwehr anpacken und das Felsstück auf einem Lkw abtransportieren lassen.

In Hersbruck hatten die Floriansjünger ebenfalls mit umgekippten Bäumen und mit einem vom Dach gefallenen Wetterbrett zu tun. Verletzt wurde bei all den Schäden aber glücklicherweise niemand, berichtet Herrmann. Anders dagegen in Simmelsdorf, wo laut Polizei ein Bauarbeiter von einem herabfallenden Ast getroffen und leicht verletzt wurde.

Ungemach bereitete Sturmtief „Niklas“ auch den Autofahrern, die mit den schweren Böen zu kämpfen hatten, und den Bahnpendlern. Während die Regionalbahnen zwischen Nürnberg und Neuhaus sowie die S-Bahnen auf der linken Strecke zunächst noch weitgehend Fahrplan-konform unterwegs waren, stellte die Bahn am späten Nachmittag den Regional- und Fernverkehr auf der rechten Strecke wegen des Sturms dann vorübergehend ganz ein.

N-Land Klaus Porta
Klaus Porta