Bauausschuss vergibt Auftrag für Brücke

Nächster Schritt für Millionenprojekt

Die Pfeiler der Ersatzbrücke über die Hersbrucker Kuhpegnitz nehmen Gestalt an, die neue Flussüberquerung wird über 3,5 Millionen Euro kosten. | Foto: J. Ruppert2018/11/BA.jpg

HERSBRUCK – Im Bauausschuss des Hersbrucker Stadtrates wurden die Kosten für die neue Brücke über die „Kuhpegnitz“ genannt. Außerdem kann der Imkerverein bald in Ellenbach zum Honig-Schleudern einladen: Der Weg für ein neues Mehrzweckhaus in „Scheunenoptik“ ist geebnet. „Das Konzept passt zur Philosophie der Stadt“, sagte Bürgermeister Robert Ilg.

Derzeit errichtet die Firma Antritt aus dem mittelfränkischen Arberg für rund 1,2 Millionen Euro eine Ersatzbrücke über den breiten Pegnitzarm vor dem Wassertor. Der Mittelpfeiler für die Stahlkonstruktion mitten im Fluss steht, die Auflieger an den beiden Ufern sind in Arbeit. Parallel zu diesen Arbeiten, die bis zum Frühjahr laufen, wurde das eigentliche Projekt – der Austausch der maroden Kuhpegnitzbrücke – ausgeschrieben. Die Vergabe ging ebenfalls an das Unternehmen Antritt, berichtete Stadtbaumeister Lothar Grimm. Die Kosten liegen im Rahmen der Schätzung und belaufen sich auf 3,56 Millionen Euro, wobei Hersbruck Zuschüsse erhält.

Der Anbau des evangelischen Kindergartens neben dem Emil-Held-Haus in der Amberger Straße wurde mit den Arbeiten an der Bodenplatte begonnen. Das Vorhaben soll 400.000 Euro brutto kosten. Wie berichtet, hat die Tagesstätte für die Zeit der Bautätigkeiten in der Hopfensiegelhalle ein Ausweichquartier gefunden.

Blick in Hersbrucks Unterwelt

Die Nahwärmeleitung von der Bürgerbräu zum Rathaus entwickelt sich zum Erfolgsmodell. Die Baustelle „wandert“ und Interessierte können einen Blick in Hersbrucks Unterwelt erhaschen. Allerdings erfordern zusätzliche Anschlüsse mehr Zeit. Der Stadtbaumeister hofft, dass bis zum Beginn des Weihnachtsmarktes alles fertig wird. Auf Nachfrage von Irmgard Raum sagte er, dass es in der Poststraße keine Stolperfallen durch unterschiedliche Beläge (Granitplatten/Kopfsteinpflaster) geben soll.

In Ellenbach gibt es seit kurzem einen Bienenlehrpfad. Der örtliche Imkerverein möchte die Attraktion durch Mitmachangebote wie Honig-Schleudern abrunden. Dazu wollen die Freunde der nützlichen Insekten am Ende der Bebauung in der Bergseestraße ein Mehrzweckhaus errichten. Problem ist die Lage im Hutanger, einem geschützten Landschaftsteil.

Das Vorhaben ist als Scheune gestaltet und fügt sich deshalb nach Ansicht der Bauverwaltung gut in den Kontext ein. Das Grundstück gehört der Stadt. Die Erschließung muss der Imkerverein tragen. Ulrike Eyrich möchte dem Projekt keine Steine in den Weg legen. Sie war aber auch dafür, das Mehrzweckhaus tiefer in den Hang einzupassen. Lothar Grimm schüttelte den Kopf, weil das Material Holz das nicht vertrage.

Neue Kosten für Kläranlage

In der Hersbrucker Kläranlage haben sich einige Hygienevorschriften geändert und es fehlen Räumlichkeiten in den Bereichen Labor, Schaltwarte und Archiv. Fachleute schlagen einen Umbau, Umstrukturierungen und einen Anbau vor. Ein Teil der Änderungen soll 2019 für 25.000 Euro umgesetzt werden. Für die Freigabe der Gelder ist nicht der Bauausschuss, sondern der Hauptverwaltungsausschuss zuständig. Irmgard Raum wollte wissen, ob die Kosten auch die an die Kläranlage angeschlossenen Orte tragen müssen. „Es trifft alle anteilsmäßig“, so Lothar Grimm.

N-Land Jürgen Ruppert
Jürgen Ruppert