Übung auf dem Baggersee

Mit Schlitten und Boot bei der Eisrettung

Mit dem Eisschlitten ging es zur Unfallstelle. | Foto: privat2018/03/IMG_1035b.jpg

HAPPURG – Ob da wohl einer eingebrochen ist? Das wird sich mancher Spaziergänger am Sonntag am Happurger Baggersee gedacht haben. Aber nein, es war nur eine gemeinsame Eisrettungsübung der Feuerwehr Happurg und der Wasserwacht Hersbruck.

Wegen der nun mittlerweile wieder steigenden Temperaturen war der Baggersee an vielen Stellen bereits eisfrei und nicht mehr ohne Gefahr zu betreten. Für die Rettungskräfte ein ideales Umfeld, um mit Gerät und Technik realistisch üben zu können, teilen die Retter in einer Pressemeldung mit. Die verantwortlichen Übungsleiter entschieden sich, die Übung möglichst realitätsnah durchführen zu lassen. Zwei in Neoprenanzüge gehüllte Wasserwachtler schritten deshalb die Eisfläche – gesichert von Kameraden an Land – nach einer geeigneten Stelle ab und ließen sich dann dort vor Ort quasi „einbrechen“.

Die hinzugerufenen Feuerwehrler, die am Gerätehaus auf ihren Einsatz gewartet hatten, wussten zunächst nicht, wo die Einbruchstelle war und welche Mittel anzuwenden wären. Vor Ort entschieden sie sich, zunächst den Eisrettungsschlitten und dann das Flachwasserschubboot einzusetzen. Ein erster Trupp arbeitete sich deshalb mit dem Schlitten zur eingebrochenen Person vor, der andere kam kurz darauf mit dem Boot zur Einsatzstelle. Die komplette Übung, die reibungslos gelang, wurde von den Rettern der Wasserwacht mittels Schlauchboot abgesichert.

N-Land Hersbrucker Zeitung
Hersbrucker Zeitung