Tischtennis: TV Hersbruck

Mit Roter Laterne in den Winter

Mannschaftsführer Henning Gundelach konnte seinem Team meistens Top-Leistungen bescheinigen. | Foto: A. Tauber2017/12/8632220.jpg

HERSBRUCK – Erneute personelle Ausfälle haben die Tischtennisspieler des TV 61 Hersbruck auch in den letzten beiden Vorrundenspielen der zweiten Bezirksliga Süd/Ost entscheidend geschwächt, so dass auch die Spiele beim DJK Sparta Noris Nürnberg III und daheim gegen den TSV Katzwang mit jeweils 7:9 verloren gingen. Mit einem Punktestand von 2:16 hängt die „Rote Laterne“ des Tabellenletzten nun im winterlichen Hersbruck.

Daran hatte Katzwangs Spitzenspieler Horst Sommer entscheidenden Anteil, denn sowohl Siggi Lontke als auch Hersbrucks Topspieler Alex Ertl zogen gegen Sommer in Topform im fünften Satz den Kürzeren. Und auch im Schlussdoppel hatten Ertl/Gundelach gegen das Gästedoppel Sommer/ Riedl dieses Mal das Nachsehen – und die Turner standen nach großem Kampf erneut mit leeren Händen da.

Klar im Punktesoll
Dabei wussten Hersbrucks Zelluloidkünstler vorher zu überzeugen, denn mit den Erfolgen von Ertl, Lontke, Bernd Wahler, Henning Gundelach und Paul Vogt (2) war das Team durchaus im Punktesoll. Doch nur ein Punkt aus den Eingangsdoppeln (Ertl/Gundelach) erwies sich als zu große Hypothek für einen Punktgewinn. Zwar lehrte der für Herbert Wendler eingesprungene Dr. Gerhard Vogt den Gegnern mit seinen Abwehrkünsten das Fürchten, musste sich aber dann doch geschlagen geben.

Noch unglücklicher verlief die Partie gegen die dritte Mannschaft der DJK Sparta Noris Nürnberg. Dieses Mal waren die Chancen auf eine Führung nach den Eingangsdoppeln beträchtlich: Nach dem Erfolg von Lontke/Wendler führten auch Wahler/Vogt im fünften Satz gegen Spartas Spitzendoppel mit 10:6 und sahen wie der sichere Sieger aus, um dann nach einem tollen Spiel dennoch mit 10:12 als Verlierer die Platte zu verlassen.

Doch die Hersbrucker überwanden den sportlichen Schmerz recht schnell, denn Ertl, Lontke, Wahler, Gundelach und Wendler punkteten im ersten Einzel-Durchgang zum 6:3-Zwischenstand und sahen ein Unentschieden schon in Reichweite. Als jedoch die beiden Folgespiele von Ertl und Lontke knapp im fünften Satz verloren gingen, waren die Nürnberger wieder im Spiel und glichen schließlich zum 7:7 aus.

Das letzte Einzel von Wendler sollte der Mannschaft den Punkt bringen, doch der Routinier konnte den Sack im fünften Satz trotz einer 8:3-Führung nicht zumachen und verlor gegen Spartas starken Angreifer Müller noch unglücklich mit 15:17. Das hinterließ auch Spuren im Schlussdoppel, das die favorisierten Gastgeber souverän für sich entschieden.

Mit vier Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz zum Klassenerhalt haben die Turner in der Rückrunde (ab 12. Januar) einiges gut zu machen. Auf die Personalmisere der Vorrunde hat der TV reagiert: Matthias Kayczuck vom Kreisligisten FC Schnaittach wird die Mannschaft in der Rückrunde verstärken. Wenn die Hersbrucker dann im neuen Jahr immer komplett antreten können, ist dieser Mannschaft einiges zuzutrauen – warum nicht auch noch der Klassenerhalt?

N-Land Henning Gundelach
Henning Gundelach