Gerhard Stegmeier in Hersbruck

Mini-Gitarrenkonzert im Raum der Stille

Mit Hingabe und Konzentration trug Gerhard Stegmeier seine Gitarrenstücke vor. | Foto: U. Scharrer2019/01/Stegmeier-RdS-2.jpg

HERSBRUCK – Interpretationen von Stücken des elisabethanischen Komponisten John Dowland mit Laute und Gesang standen eigentlich auf dem Programm im Raum der Stille. Doch weil die Sängerin erkrankt war, stellte Gerhard Stegmeier, Lehrer an der Sing- und Musikschule Lauf, kurzerhand ein „Best of“ an der Gitarre zusammen.

Gerhard Stegmeier beglückte sein Publikum im Raum der Stille bei Kerzenlicht mit seinen Lieblingsliedern aus zweihundert Jahren Gitarrenmusik. Die intensiven Préludes des Brasilianers Heitor Villa-Lobos bot er ebenso konzentriert und virtuos dar wie den Ohrwurm „Asturias“ von Isaac Albeniz oder kleine Häppchen von Francisco Tarrega. Auch zeitgenössische Komponisten wie Pierre Lerich oder Roland Dyens, den Hersbrucker vom Gitarrenfestival kennen, brachte Stegmeier zu Gehör.

Das jüngste Arrangement auf dem leicht vergilbten Originalmanuskript stammte aus der Feder seiner damals noch zukünftigen Frau Anne Stegmeier, die im Publikum von dieser Uraufführung ihrer 1992 entstandenen Komposition völlig überrumpelt wurde.

Die Zuhörer zeigten sich gerührt und begeistert und forderten nach der dritten Zugabe auch die Aufführung der Dowland-Stücke bei anderer Gelegenheit mit Nachdruck ein.

N-Land Ute Scharrer
Ute Scharrer