Molkerei Daiber wird entkernt

Letztes Kapitel für Molkerei

Andreas Bub arbeitet sich mit seinem Bagger von der Rückseite her durch das ehemalige Doppelgebäude der Hersbrucker Molkerei Daiber. | Foto: J. Ruppert2018/01/8702086.jpeg

HERSBRUCK – Ein großer Bagger wühlt sich seit einigen Tagen von der Rückseite her durch die einstige Molkerei Daiber. Jahrzehntelang gab es das Unternehmen in der Hersbrucker Südstadt zwischen BayWa, E-Center und Carl Gross. Der Abriss begann schon im Jahr 2010 mit den Nebenanlagen. Bald wird das Traditionsunternehmen endgültig Geschichte sein.

Der Betrieb wurde schon lange vor der Jahrtausendwende eingestellt. Das ungenutzte Gelände verfiel zusehends und wurde immer mehr zu einem unansehnlichen Schandfleck. Zeitweise war ein dm-Drogeriemarkt an der Stelle im Gespräch.
Stattdessen erwarb der Bekleidungsriese Carl Gross die Brache als Reservefläche und nutzte eine Fassade als Werbefläche für Herrenbekleidung. Nun werden die Gebäude (etwa 1930 beziehungsweise um 1950 errichtet) von der Firma Siegfried Bub und Sohn aus dem nahen Krötenseegebiet mit schwerem Gerät abgebrochen.

Die Arbeiten fingen im Dezember mit einer umweltgerechten Entkernung und Schadstoffsanierung an. „Wir mussten allein in den früheren Kühlräumen für Milch, Käse und Butter rund mehrere hundert Quadratmeter dicke Isolierung aus Teerkork entfernen“, sagte Andreas Bub.

Mineralfaserwolle und Asbestplatten

Weitere Problempunkte waren Mineralfaserwolle in der Bausubstanz, für deren Beseitigung er und sein Team Schutzanzüge tragen mussten, und asbesthaltige Platten. Die Böden wurden von den Abbruchspezialisten sorgsam abgefräst. Wenn die Firma Siegfried Bub und Sohn Ende, laut Plan spätestens Anfang Februar fertig ist, wird das Daiber-Areal komplett freigeräumt sein.

N-Land Jürgen Ruppert
Jürgen Ruppert