Gedok-Vernissage im Stadthaus

Künstlerinnen aller Art in Hersbruck

Links: Irene Kress-Schmidt aus Nürnberg malt gegenständlich und lässt auf diesem Bild Strandfeeling aufkommen. | Foto: privat2018/12/Kress-Schmidt_Der.jpg

HERSBRUCK – Frauen der Künstlerinnenvereinigung Gedok „Gemeinschaft Deutscher und Österreichischer Künstlerinnenvereine aller Kunstgattungen“ stellen im Stadthaus in Hersbruck Kunst mit Größenbeschränkung aus. Die Vernissage findet am Montag, 3. Dezember, um 18 Uhr statt. Als besonderes Schmankerl öffnen am 3. März von 10 bis 18 Uhr die heimischen Gedok-Künstlerinnen ihre Ateliers für Besucher.

„Ein halber Quadratmeter Kunst“ dieser Titel klingt ein wenig absurd und hat einen rein praktischen Hintergrund: Wenn ein repräsentativer Querschnitt von 58 der knapp 150 Künstlerinnen, die sich in der Gedok Franken organisieren, in einem einzigen Haus ausstellen wollen, kann der Platz knapp werden. Deswegen sind bei der Schau Großformate nicht erlaubt.

Dass auch auf einem halben Quadratmeter und weniger großartige Frauenkunst passieren kann, davon können sich Interessierte bis zum 17. März jeweils von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr und Freitag von 8 bis 12 Uhr überzeugen.

Die Gedok Franken ist eine von 23 regionalen Gruppen, die unter dem Dach der überregionalen Organisation, dem ältesten und europaweit größten Netzwerk für Künstlerinnen aller Sparten von Literatur über Bildende Kunst bis hin zu Angewandter Kunst verbunden sind. Die fränkische Vereinigung wurde vor 30 Jahren von Anna M. Scholz gegründet.

Am 3. März öffnen dann folgende Künstlerinnen ihre Ateliers für Besucher: Gerlinde Berger und Ute Plank in Hersbruck und Kühnhofen, Roswitha Farnsworth aus Hohenstadt, Leonie Böhnel und Nora Matocza aus Weigendorf und Anita M. Franz und Silvia Lobenhofer-Albrecht in Egensbach und Offenhausen, Bettina Graber-Reckziegel in Vorra und Tanja Hoffmann in Altdorf.

Die Ausstellung endet am 17. März mit Künstlerinnengesprächen von 13 bis 14.30 Uhr und einer literarischen Soiree mit dem bewusst provokanten Titel „Brauchen wir Männer zu unserer Ergänzung?“ Die Nymphe Daphne, Katharina von Bora, Bertha von Suttner, Lou-Andreas Salomé und Schriftstellerin Julie Virginie Scheuermann werden von Gedok-Frauen dargestellt und debattieren über diese Frage, in Interaktion mit der überregional bekannten Jazzmusikerin Hildegard Pohl, die der Vereinigung ebenfalls angehört.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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