Tag der offenen Tür

Kletterhalle des DAV Hersbruck geht am Wochenende offiziell in Betrieb

Voller Vorfreude auf den großen Tag: Das Kletterhallenprojektteam des DAV mit Peter Dischner, Heiner Stocker und Bernd Lindner (oben von links) testete die Routen – gut gesichert von Jo Dischner, Felix Knaub und „Schrauberkönig“ Thomas Brenzinger samt seiner Tochter Lily (unten v. rechts) – schon vorab. | Foto: schoberfoto2018/12/MSC_1420.jpg

HERSBRUCK – Vor über acht Jahren wagten sie die ersten Gedankenspielchen, jetzt sind die „Väter“ der „Kletterhalle für alle“ des DAV Hersbruck am Ziel: Am Wochenende geht das heiß ersehnte 1,5-Millionen-Vorzeigeprojekt (endlich) in Betrieb – und öffnet beim „Tag der offenen Tür“ am Sonntag seine Pforten für die breite Öffentlichkeit.

Allein die schieren Zahlen sind schon beeindruckend: In dem rund 18 mal 16 Meter großen Kubus wartet eine 14 Meter hohe, 630 Quadratmeter große Wand mit derzeit 51 Routen bis zum Schwierigkeitsgrad 10 minus auf alle der Eröffnung seit langem entgegenfiebernden Klettersportler und Freizeitkraxler. Wer lieber bouldert, darf sich auf 211 Quadratmetern mit kniffligen „Problemen“ in unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden freuen.

Und auch wer in dem Klettertempel nur andere dabei beobachten will, wie sie sich im mächtigen Überhang oder in der „Vorstandsroute“ anstellen, kommt im 75 Quadratmeter großen Bistro mit seinen Holztischen und -bänken aus heimischer Produktion und der großen Glaswand mit Blick ins Herz der Halle sicher auf seine Kosten.

„In vielen Bereichen ist die Halle noch besser geworden, als wir uns das erträumt haben“, sagt Heiner Stocker vom Kletterhallenprojektteam des DAV Hersbruck. Mitverantwortlich dafür ist sicher auch, dass der mit seiner Firma „Boulders“ deutschlandweit bekannte Thomas Brenzinger „erstklassige und attraktive Routen“ in die Kletterwand geschraubt hat, so Stocker. Und der will die kurzen Wege zwischen seinem Firmensitz in Betzenstein und Hersbruck dazu nutzen, hier neuartige Griffe oder „Volumes“ (individuell anbringbare Erweiterungen der Kletterwand, etwa um Überhänge noch mehr zu neigen oder in einer steilen Route einen Stand zu bilden) auszuprobieren. „Ein besonderer Glücksfall“, sagt Bernd Lindner vom Projektteam, „und sehr attraktiv, weil unsere Halle damit über dem Durchschnitt bestückt sein wird.“

Vorzeigecharakter hat, wie mehrfach berichtet, auch der inklusive Ansatz der „Kletterhalle für alle“. Sie dient nicht nur den DAV-Mitgliedern als anspruchsvolles Trainingszentrum, sondern steht an den Wochentagen für Schulen, Kreisjugendring oder soziale Einrichtungen offen (Stichwort: therapeutisches Klettern) und von 16 bis 22 Uhr (montags und freitags 17 bis 22 Uhr, samstags 14 bis 20 Uhr und sonntags 10 bis 18 Uhr) der Öffentlichkeit zur Verfügung und wird – so die Hoffnung nicht nur der DAV-Verantwortlichen – so zu einer wichtigen touristischen Attraktion der Cittaslow.

Nach der Eröffnung der offiziell „Raiffeisenbank Kletterwelt DAV Hersbruck powered by Marmot“ genannten Halle mit allerlei Ehrengästen und Sponsoren am Samstag können sich alle interessierten Bürger den Klettertempel am Sonntag von 11 bis 18 Uhr bei einem „Tag der offenen Tür“ in aller Ruhe anschauen. Die Vereinsmitglieder führen durch die Halle, beantworten Fragen und unterhalten ihre Gäste von Zeit zu Zeit mit verschiedenen Kletterdemonstrationen, um zu „zeigen, was in unserer Halle alles geht“, so Lindner.

Kartenverkauf startet
Das Bistro hat geöffnet, dort gibt es Kaffee, Kuchen, Getränke und kleine Snacks. Zudem besteht die Möglichkeit, bereits einen der vielen Kurse zu buchen oder Eintrittskarten zu kaufen (Näheres dazu im Internet unter www.raiffeisenbank-kletterwelt.de).

Zudem ist ein kleiner Bereich der Halle abgesperrt, in dem neugierige Kletternovizen unter Anleitung und gesichert von Mitgliedern des DAV Hersbruck schon mal in die „Nordwand“ hineinschnuppern dürfen. Am Montag, 10. Dezember, ab 17 Uhr startet dann der reguläre Kletterbetrieb für alle.

N-Land Klaus Porta
Klaus Porta