Rennen in Österreich

Jörg Teuchert war bei den „World Games of Mountainbike“

Rund 1000 Fahrer drängten sich zum Start der „World Games of Mountainbike“ in Hinterglemm – darunter auch Jörg Teuchert aus Hersbruck. | Foto: Martin Steiger2018/09/41311768_10156372305836066_3101307210546.jpg

HERSBRUCK/SAALBACH – Er war einer von knapp 1000 Startern: Jörg Teuchert war bei den „World Games of Mountainbike“ in Saalbach-Hinterglemm dabei. Bei der 20. Auflage des Rennens wählte er die 41 Kilometer-Runde mit 1900 Höhenmetern.

Denn es standen mehrere Längen zur Auswahl: 21, 31, 41, 57 oder 80 Kilometer konnten unter die Stollenreifen genommen werden. Insgesamt waren knapp 1000 Starter im Ortskern von Hinterglemm auf mehreren 100 Metern aufgereiht. Die letzten 20 Minuten bis zum Start wurden standesgemäß mit lauter Musik begleitet, um die Stimmung, die Starter und auch die Zuschauer ordentlich anzuheizen.

Mit Erfolg: „Wenn dann AC/DC gespielt, die Lautstärke noch mal aufgedreht wird und der Streckensprecher die Sekunden bis zum Startschuss rückwärts zählt, steigt die Nervosität noch mal gewaltig“, gibt Jörg Teuchert zu Protokoll. Pünktlich um 9 Uhr erfolgte der Start und die ersten Kilometer auf der Hauptstraße hinunter nach Saalbach wurden „neutralisiert“ mit reduziertem Tempo hinter einem Streckensicherungsfahrzeug gefahren.

Nachdem es in Saalbach durch die Fußgängerzone die erste Steigung zu erklimmen gibt, ist das Rennen freigegeben. Hinauf zum Spielberghaus und hinüber zur Panoramaalm gab es direkt die ersten 700 Höhenmeter am Stück zu erklimmen, berichtet Teuchert. Dort angekommen, ging es erst auf schnellen Schotterwegen mit über 70 km/h wieder hinunter. Abwechslung gab es ausreichend, da die letzten Kilometer auf einer Mountainbike-Strecke (Milka Line) mit technischen Elementen und tollen Anliegern gefahren wurde, erzählt der Hersbrucker begeistert.

Nur noch bergab
Im Tal gab es die erste Verpflegungsstation, bei der man die verbrauchten Vorräte wieder auffüllen konnte. Danach ging es allerdings an der Limbergalm hinauf zum Westgipfel auf 2100 Meter. „Ein extrem kräftezehrender und langer Anstieg, bei dem lange Passagen im ersten Gang gefahren werden mussten.“ Oben angekommen, wurde viel gegessen und getrunken, denn „ab hier ging es nur noch bergab“, freute sich Teuchert.

Das Highlight des Tages war die längste Abfahrt auf dem Hacklbergtrail hinunter nach Hinterglemm. Das war natürlich die Paradedisziplin von Teuchert als ehemaliger Endurofahrer: „Ab jetzt hieß es „Vollgas“!“ Allerdings ist es auf einem Mountainbike mit maximal 100 Millimeter Federweg dann doch deutlich schwieriger als mit einem Downhillbike mit 180 Millimeter Federweg den Berg hinunterzurauschen, weiß Teuchert: „Außerdem hat man ja keinerlei Protektoren an, daher ist die Verletzungsgefahr nicht zu unterschätzen.“

Teuchert hatte dennoch seinen Spaß hinunter nach Hinterglemm, zumal es bis ins Ziel noch einen schönen Zweikampf mit einem österreichischen Teilnehmer gab. Am Ende waren aber Krämpfe im Oberschenkel sehr stark zu spüren und auch die Bremsen waren am Ende sehr stark in Mitleidenschaft gezogen, sagt er.

Mit einem respektablen 70. Platz von 140 Teilnehmern und einem 27. Platz von 104 Teilnehmern in der Altersklasse war Teuchert mehr als zufrieden. Gebraucht hat der Hersbrucker für die 41 Kilometer bergauf und -ab 3:11 Stunden – knapp eine Stunde langsamer als der Sieger. „2019 ist auf jeden Fall wieder eine Teilnahme geplant und eine Gesamtzeit unter drei Stunden anvisiert“, blickt Teuchert schon jetzt voraus.

Doch nicht nur der Chef, auch Teamfahrer Alexander Geelhaar aus Schnaittach war in Sachen Rennen unterwegs. Er startete beim „Bike Festival“ im österreichischen Leogang auf der Mitteldistanz. Regnerisches Wetter bei acht Grad machten die Sache nicht einfacher. Am Ende erreichte er das Ziel auf Platz 15. Dafür ging es in Neukirchen beim Drei-Stunden-MTB-Rennen und 20 Grad deutlich besser: Geelhaar wurde Zweiter.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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