Plus 25 Jahre IKita Hersbruck

Jahresempfang der Lebenshilfe

Die Inklusionsband "Die Schmetterlinge" umrahmte den Empfang. | Foto: A. Pitsch2017/05/IMG_1066.jpg

HERSBRUCK – „Fördern, fördern, fördern“ – das hat sich die Lebenshilfe Nürnberger Land auf die Fahnen geschrieben. Dies machte Vorsitzender Gerhard John beim Jahresempfang deutlich, der geprägt war vom 25-jährigen Jubiläum der inklusiven Kindertagesstätte in der Hersbrucker Fichtachstraße.

„Die Idee war und ist, Kinder, da wo sie wohnen, zusammenzubringen“ – egal, ob mit oder ohne Handicap“, erklärte Lebenshilfe-Geschäftsführer Norbert Dünkel den Gründungsgedanken vor 25 Jahren. Mit 15 Kindern – statt 25 im Regelkindergarten – seien die Gruppen so groß, dass eine optimale Betreuung gewährleistet ist, so Dünkel. Aufzug und seit 2005 Intensivräume für Einzelförderung wie Logopädie, Krankengymnastik oder Ähnliches runden das Konzept der Lebenshilfe, dass „Inklusion nicht irgendwo enden“ oder scheitern soll, ab.

Dass Kinder in der inklusiven Kita viel soziale Kompetenz lernen, ist auch den Eltern in Hersbruck bewusst. Laut Dünkel und Ilg erlebt die Einrichtung einen „Run“ bei den Anmeldungen. Kein Wunder, dass Ilg betonte, dass der Kindergarten „aus Hersbruck nicht wegzudenken ist“ und sich in ihm die „schöne Verbindung von Stadt und Lebenshilfe manifestiert“. Ilg versprach denn auch, dass die Stadt, der Dünkel für die jahrelange Begleitung dankte, die Kita weiterhin unterstützen wird.

Neben dem Kindergarten hob Ilg eine weitere Person hervor – Vorsitzenden John: „Du denkst und spürst Lebenshilfe 24 Stunden am Tag.“ Johns Leidenschaft für die Lebenshilfe war denn auch seiner Rede anzumerken. Er nutzte den Empfang nicht nur als Möglichkeit, aus vollem Herzen „ein dickes Dankeschön“ an alle Sponsoren, Partner und Mitarbeiter zu sagen, sondern auch seinen Stolz über „Kompetenz, Engagement und Motivation in vielfältigen Bereichen“ auszudrücken.

Denn die Arbeit mit Behinderten an den rund 1500 Betreuungsplätzen sei nicht jeden Tag gleich. Besonders hob John hervor, dass es der Lebenshilfe auch dank Persönlichkeitsbildender Maßnahmen gelungen ist, 361 betreute Mitarbeiter im normalen Arbeitsmarkt zu haben.

Damit dies gelingt, sind unter anderem die Zusammenarbeit mit der Fachakademie Altdorf oder die Fortsetzung der Modellschulprojekte in Lauf und Heuchling so wichtig. „Das hilft schon den Kindern, den anderen zu verstehen“, sagte John. Ein weiterer Baustein in dieser Hinsicht ist der neue Service „Fachkraft Schulstarthelfer“. Diese einmalige Angebot in Bayern soll den Übergang von Frühförderung in die Grundschule erleichtern.

N-Land Andrea Pitsch
Andrea Pitsch