Entspannung bis Ende Mai

Hewa-Baustelle verschärft Parksituation

Die Untere Lohe ist derzeit Umleitungsstrecke und muss beidseitig frei von parkenden Autos bleiben. | Foto: M. Scholz2018/04/DSC_8852.jpg

HERSBRUCK – Kostenloses Parken in Hersbruck ist schon länger ein Thema, noch viel mehr seit Anfang März. Das gilt für Anwohner wie für die arbeitende Bevölkerung gleichermaßen. Zusätzlich zum Dauerproblem, dem seit über zwei Jahren gebührenpflichtigen Stellplatz am Bahnhof rechts, hat die Hewa-Baustelle am Altstadt-Carré die Lage vorübergehend verschärft.

Die Hewa verlegt — wie berichtet — Nahwärmerohre zwischen dem Kraftwerk auf dem Bürgerbräu-Gelände und den neuen Mehrparteien-Wohnhäusern auf dem ehemaligen Schickedanz-Areal. Wegen der Umleitung über die Untere Lohe herrscht dort seit anderthalb Monaten ein absolutes Halteverbot, und zwar beidseitig. Das stellt Anwohner und andere Parker vor Probleme. Denn schon vorher waren werktags spätestens ab 9 Uhr die Straßen in dem „Viertel“ zwischen Bahnhof und Pegnitz zugeparkt.

Die Anwohner duldeten die Situation mehr oder weniger, wohl wissend um die Gebühren, die etliche Pendler Ende 2015 vom DB-Parkplatz am Bahnhof rechts vertrieben. Die Stadt versucht seitdem, die zuständige Bahntochter zum Verkauf oder Verpachten zu bewegen, um die Gebühren wieder abzuschaffen — bislang, wie berichtet, vergeblich. Sobald morgens der alte Bauhof und die Wilhelm-Ulmer-Straße zugestellt sind, beginnen die Autos zu kreiseln. Der Plärrer auf der anderen Altstadtseite ist zwar eine Alternative, aber meistens ziemlich voll. Übrig bleiben nur die gebührenpflichtigen Parkhäuser oder eben ein längerer Fußmarsch.

Jetzt fragen sich die Autofahrer, warum es nötig ist, auf der Umleitungsstrecke durch die Untere Lohe das Parken beidseitig zu sperren. Ein Anwohner schrieb der HZ, es sei nicht nachvollziehbar, dass die sechs Meter breite Straße für zweieinhalb Meter breite Stadtbusse komplett autofrei sein müsse. Christoph Rothkegel, der für die Ordnung auf den städtischen Straßen zuständig ist, stimmt zu, dass die aktuelle Situation „nicht schön und die Umleitungen und Halteverbote schwierig sind“. Aber anders seien die Rohre nicht in den Boden zu bekommen. Das Ende sei aber absehbar. Derzeit geht die Hewa von Ende Mai aus. Allerdings folgt später im Jahr noch der Kanal am Lohweg.

Das Problem Halteverbot besteht auch schon länger in der Poststraße: Dort fehle Parkenden immer wieder mal die Einsicht, dass Rettungswege frei sein müssen, sagt Rothkegel. Entscheidend sei der Radius des Feuerwehr-Drehleiterfahrzeugs. In der Lohe müsse zudem ein Begegnungsverkehr möglich sein. Dort habe es schon Gespräche mit Anwohnern gegeben und das absolute Halteverbot sei darauf zeitlich begrenzt worden. Wenn es Probleme gibt, sei er jederzeit gesprächsbereit, versichert Rothkegel, der Gleichheitsgrundsatz müsse aber gelten. Wie die Hewa könne die Stadt die Betroffenen nur um Verständnis bitten.

N-Land Michael Scholz
Michael Scholz