Handballer gewinnen 35:21

Hersbrucker deklassieren Spitzenreiter

Oscar Dannhäuser zog nicht nur geschickt die Fäden im Angriffsspiel der Hersbrucker Handballer, er überzeugte auch mit engagierter Abwehrarbeit und sechs Toren. | Foto: Porta2018/10/DSC_8136.jpeg

HERSBUCK – So darf’s weitergehen: Mit einem auch in dieser Höhe verdienten 35:21-Triumph gegen Spitzenreiter HG Eckental haben die „runderneuerten“ Handballherren des HC Hersbruck einen eindrucksvollen Start in die neue Saison der Bezirksliga West hingelegt – und überzeugten dabei kämpferisch wie spielerisch gleichermaßen.

Die Startaufstellung von Trainer Axel Dannhäuser ließ dann doch ein wenig aufhorchen: Neben den arrivierten Stammkräften Marco Schmidt, „Johnny“ Fabry, Philipp Zinner und Konstantin Stein schickte er mit Oscar Dannhäuser, Elias Thiel und Jannis Kohl im rechten Rückraum gleich drei „Korsettstangen“ der letztjährigen A-Jugend auf die Platte – und die neue Mischung lieferte von der ersten Sekunde an ab.

In der Abwehr verschoben die Hersbrucker aufmerksam und schnellfüßig und packten beherzt zu, sobald von den wurf- und zweikampfstarken Rückraumschützen der Gäste Gefahr drohte – der erst 17-jährige Jannis Kohl verdiente sich hier Bestnoten, wie Coach Dannhäuser nach der Begegnung anmerkte. Auch der Mittelblock mit Fabry und Thiel, die den Gegnern das ganze Spiel über das Leben schwer machten, überzeugte den Coach. Bis Minute 17 ließ der Abwehrverbund vor dem sehr gut aufgelegten Keeper Konstantin Stein nur vier Gegentreffer zu, zur Halbzeit waren es gerade einmal neun. Beeindruckende Zahlen, obwohl dabei sicher auch der Umstand eine Rolle spielte, dass die Gäste ohne echten Außen angetreten waren.

Große Spielfreude

Im eigenen Angriff präsentierte sich der HC spielfreudig und zielstrebig wie lange nicht. Oscar Dannhäuser zog geschickt die Fäden, seine Nebenleute brachten die Abwehr der Gäste mit Einlaufen, Kreuzen und geschickt gestellten Blöcken kräftig in Bewegung – und öffneten damit immer wieder Lücken für freie Würfe. Der knappe Zwischenstand von 3:2 nach acht Minuten war denn auch eher der Tatsache geschuldet, dass den HC-Angreifern anfangs noch ein wenig „das Händchen zitterte“.

Das aber änderte sich danach schlagartig: Beinahe im Minutentakt schlug es hinter HG-Torwart Jürgen Frieser ein, Marco Schmidt – mit zehn Erfolgen treffsicherster Hersbrucker Angreifer – Fabry, Thiel, Dannhäuser, Kohl und der für den nach einem rüden Foul kurzzeitig angeschlagene Schmidt ins Spiel gekommene Youngster Eric Gast schraubten das Ergebnis bis Mitte des Durchgangs auf ein beruhigendes 10:4 nach oben – auch weil die HC-Jungs das zuvor ausgegebene Rezept, Bälle zu erobern und Tempogegenstöße zu laufen, vorbildlich umsetzten.

Als Oscar Dannhäuser dann auch noch Eckentals Mitteangreifer Markus Heubeck (7 Tore) zur Überraschung der Gäste in Manndeckung weitgehend aus dem Spiel nahm, war es um die Offensive der HG weitgehend geschehen und Hersbruck warf bis zur Pause eine sichere 18:9-Führung heraus – die Mehrzahl der vielen Fans auf der Tribüne rieben sich erstaunt die Augen.

Leidenschaft auch in zweiter Hälfte

Wer gedacht hatte, die Gastgeber würden nach dem Seitenwechsel im Gefühl des sicheren Sieges nachlassen, sah sich schnell getäuscht. Die auf etlichen Positionen verändert aus der Kabine gekommenen Hersbrucker verteidigten weiter leidenschaftlich, hielten das Tempo hoch und knüpften so nahtlos an die Vorstellung der ersten Hälfte an – Fabian Raum führte sich im rechten Rückraum gleich mit zwei Toren ein, Norbert Braun traf von Rechtsaußen und Alex Vogel war zwischen den Pfosten ein ebenso sicherer Rückhalt wie Stein im ersten Durchgang.

Spätestens nach dem 28:18 von Marco Schmidt nach 47 Minuten war die lange vorhandene Gegenwehr des Bezirksligaspitzenreiters gebrochen. Die HG Eckental zerfiel nun mehr und mehr und handelte sich in der Folge auch die ein oder andere überflüssige Zwei-Minutenstrafe ein, die Philipp Zinner mit drei Gegenstoßtreffern und David Benaburger mit einem schön herausgespielten Tor vom Kreis gnadenlos bestraften. Als dann in der Schlussminute Leon Utz den 35:21-Endstand herstellte, hatten sich elf der zwölf eingesetzten Feldspieler des HC in die Torschützenliste eingetragen – nicht nur für Axel Dannhäuser der eindeutige Beleg für die an diesem Tag „absolut geschlossene Teamleistung, bei der jeder alles reingehauen hat“.

N-Land Klaus Porta
Klaus Porta