Ausstellung bis 19. Juli

Heiterkeit im Kunstfenster

Durch das Spiel der Violinistin entstand eine Klangfarbenverbindung zu Palmes Werken. | Foto: privat2018/07/IMG_7910.jpeg

HERSBRUCK – „Abstrakte Tropfenmosaike“ – was vom Namen her eine Zufallstechnik zu sein scheint, zeigt doch den unbedingten Gestaltungswillen des 1966 geborenen Hersbruckers Thomas Palme. Bis 19. Juli sind seine farbenfrohen Werke, die mit den schwarzen Stegen zwischen Acrylfarben an die Leuchtkraft von Kirchenfenstern erinnern, im Kunstfenster der Sparkasse Hersbruck zu bewundern.

Thomas Palmes Kreativität, von Kindesbeinen an vorhanden, musste sich zunächst den Notwendigkeiten des Erwerbslebens als Kaufmann beugen. Erst 2004 machte Palme auch wieder mit dem Malen „Ernst“ – wenn auch sein Duktus verspielt und heiter, ja fast musikalisch komponiert wirkt.

Deswegen fand die Kuratorin der Kunstfenster der Sparkasse, Grafikdesignerin Angelika Eisenbrand-Leykauf, auch einen Zufall bezaubernd: Vor dem fertig gestalteten Kunstfenster am Oberen Markt fand eine Geigerin, ebenso farbstark gekleidet wie das Fenster bestückt ist, ihren Wunschplatz zum Musizieren: „Als ich vor ein paar Tagen auf das Kunstfenster zuging, waren schon von weitem bezaubernde Klänge zu hören.“ Eine polnische Violinistin hatte das Kunstfenster als Bühne gewählt.

Farben und Töne

Die Szene war berührend, als gingen die Bilder von Palme und das Geigenspiel eine magische Klangfarben-Verbindung ein, so freute sich Eisenbrand-Leykauf und machte gleich ein Foto für die Leserinnen und Leser der HZ.

Bei aller vermeintlichen Unbändigkeit der Farben und Heiterkeit der Themen – Palme interessiert sich auch für sorgfältige Kompositionen und philosophische Fragestellungen. Dem können die Betrachter bis zum 19. Juli auf den Grund gehen.

N-Land Ute Scharrer
Ute Scharrer