Bezirksliga

Handballerinnen des HC Hersbruck siegen mit 23:20

Mit ihrem dritten Tor des Abends sorgte Emely-Zoe Dennl acht Minuten vor Schluss für die Vorentscheidung zugunsten der HC-Damen. | Foto: Kardogan2018/12/D4L8920.jpg

HERSBRUCK (hc) – „Dieses Spiel hatte seine Höhen und Tiefen“, bilanzierte Trainer Robert Lorenz nach dem 23:20-Sieg der Handballerinnen des HC Hersbruck gegen BOL-Absteiger SC Eltersdorf.

Nach nur 43 Sekunden gab es den ersten von insgesamt drei Strafwürfen für die Gäste. Jedoch war Torfrau Sarah Zimmermann besonders in der Anfangsphase gut aufgelegt und parierte mit Bravour. Selbst der ein oder andere Abpraller kam an ihr anfangs nicht vorbei. Doch es dauerte nicht lange, ehe auch die HC-Damen die Gästetorhüterin erfolgreich „unter Beschuss“ nahmen: Rückraum-Mittespielerin Lisa Endner, die ebenfalls einen guten Tag erwischte, erkannte die sich ihr bietenden Lücken in der Eltersdorfer Abwehr, nutzte diese und erzielte schöne Tore.

Auch ihre Nebenleute trugen fleißig zum erfolgreichen Angriffsspiel bei. Traumhafte Anspiele von Katja Vampola auf Kreisspielerin Tamara Scharrer sowie Selina Sensen resultierten in einer frühen 5:2-Führung. Es schien, als sei der „Fluch der ersten zehn Minuten“ gebrochen, in dem die Hersbruckerinnen zuletzt des öfteren unter Ladehemmung litten.

Hartnäckige Gäste
Die Gäste gaben sich aber noch lange nicht geschlagen und bestraften jeden kleinsten Fehler der Hersbruckerinnen mit einem Tor und glichen binnen drei Minuten zum 5:5 aus. Lisa Endner ließ im Angriff nicht locker und holte den ersten von insgesamt fünf Strafwürfen heraus, den ihre Schwester Lena eiskalt versenkte. Auch sie hatte nun Blut geleckt und traf aus dem gebundenen Spiel heraus mit sehenswerten Abschlüssen zum zwischenzeitlichen 9:7.

Durch die offensive Abwehr der Eltersdorferinnen konnte dann Jana Vampola im Eins-gegen-Eins wichtige Tore für ihr Team nachlegen. Vier Sekunden vor der Halbzeit hatte Hersbruck noch eine Chance von der Siebenmeterlinie, doch diesmal blieb die Torfrau der Gäste Siegerin (Halbzeit: 14:12).

„Jetzt bloß nicht einknicken“, lautete die Devise nach dem Seitenwechsel: Weiter Kampfgeist zeigen, gezielt Torabschlüsse erarbeiten und flinkes Agieren in der Abwehr standen auf der To-Do-Liste für die nächsten 30 Minuten. Allerdings setzten die HC-Damen dies nicht sofort um. Eltersdorf nutzte die Lücken in der Abwehr und glich bei 15:15 erneut aus. Zwar parierte Christina Altwasser, mittlerweile für Zimmermann im Tor, danach einen Strafwurf, die Gäste ließen sich aber weder davon noch von dem ein oder anderen Fehlwurf aus der Ruhe bringen und gingen mit 15:16 zum zweiten Mal an diesem Abend in Führung.

Es sollte die letzte bleiben: Die HC-Frauen überstanden eine Unterzahl schadlos und Lisa Endner beendete in Überzahl die acht Minuten währende Torflaute der Hersbruckerinnen und glich zum 16:16 aus. Sie, ihre Schwester sowie Kreisläuferin Emmy Dennl mit zwei Treffern brachten den HC bis zur 52. Minute mit 21:17 entscheidend nach vorne. Eltersdorf kam zwar nochmals auf zwei Tore heran (58.), doch davon unbeeindruckt gelang Selina Sensen wenig später das letzte Tor des Spiels zum 23:20.

Die HC-Frauen schoben sich damit auf Rang drei vor und wollen am Sonntag in Winkelhaid auch ihr letztes Spiel des Jahres gewinnen.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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