26:29 gegen Buckenhofen

Handballer des HC Hersbruck mit unnötiger Pleite

Einziger, wenn auch ebenfalls nicht fehlerfreier Aktivposten des HC Hersbruck bei der Pleite in Buckenhofen: Marco Schmidt. | Foto: Porta2017/10/8466885.jpg

HERSBRUCK (fs) – Außer Spesen nichts gewesen: Die 26:29-Niederlage beim SV Buckenhofen II hat bei den Bezirksliga-Handballern des HC Hersbruck maßlose Enttäuschung ausgelöst.

Dabei hatte es gut begonnen: Nach dem 2:2 zogen die Schützlinge von Trainer Oli Poeschel auf 7:2 davon und hatten das Spiel im Griff. Es lief wie am Schnürchen mit Abspielen zum überragenden Kreisläufer Ulli Meyer, der Fouls „zog“, die wiederum der sensationell gute Marco Schmidt mit sicher verwandelten Siebenmetern gnadenlos bestrafte.

Die Buckenhofener hatten sich aber bis dahin offenbar noch nicht richtig warmgespielt mit ihrem Altersdurchschnitt von über 40 Jahren. Dann jedoch bekam die Hersbrucker Abwehr nicht richtig Zugriff auf die Aktionen der Einheimischen und Axel Eber kassierte bis zur 14. Spielminute bereits zwei Zeitstrafen. Sehr routiniert nahmen die „Buckis“ die schwarz-weiße Abwehr teils regelrecht auseinander, jedoch wurden (noch) nicht alle Treffer vom allein pfeifenden Schiedsrichter Karl anerkannt.

So hielt der HC seinen vermeintlich sicheren Vorsprung bis zum 12:7 für sich, auch durch vier Treffer von Oscar Dannhäuser. Doch es deutete sich bereits vor dem Pausenpfiff ein kräftiges Nachlassen der Hersbrucker an, was den SV-Spielern zur Halbzeit den Anschluss zum 13:12 erlaubte.

Die zweite Hälfte war dann nur noch zum Haareraufen: Die vorher vorhandene Zuversicht des HC auf einen Sieg zerplatzte wie Seifenblasen. Teilweise haarsträubende Fehler und nicht nachvollziehbare Maßnahmen resultierten in einem oftmals wild durcheinanderlaufenden Gästeteam, das nun von den Routiniers der Buckenhofener am Nerv, sprich in der Abwehr, getroffen wurde.

Schnelle Kurzpässe ergaben immer wieder Lücken in der HC-Defensive und steigerten gleichzeitig die Spielfreude der Gastgeber noch weiter, während alle Hersbrucker überfordert wirkten. Einzig Marco Schmidt hielt, obwohl selbst nicht ganz fehlerfrei, mit insgesamt 13 Treffern dagegen. Während eine zweistellige Anzahl von Latten- und Pfostenwürfen noch als etwas Pech bezeichnet werden konnte, galt das jedoch nicht für die Zahl von fünf, von verschiedenen Akteuren nicht verwerteten Siebenmetern. Auch das Fehlen von Robert Lorenz und Philipp Zinner durfte nicht als Ausrede gelten.

Verunsichert wirkende Hersbrucker ließen besonders eines vermissen: die unbedingt notwendige Spielfreude, vieles wirkte gequält und unkoordiniert. Es gelang nicht mehr, die gute Trainingsarbeit umzusetzen, und es stellte sich heraus, dass nicht alle Spieler untereinander harmonieren und doch auch andere Schwerpunkte im Training mit eingebaut werden könnten. Die Lehre aus dem Buckenhofen-Spiel muss sein: Mehr mit- und füreinander spielen bringt auch wieder den Erfolg zurück.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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