20:17-Erfolg in der Bezirksliga West

Handballdamen des HC Hersbruck siegen bei der DJK/SV Berg

Warf das erste und letzte Hersbrucker Tor beim hart erkämpften 20:17-Auswärtssieg in Berg und glänzte mit etlichen weiteren guten Aktionen: Rückraumwerferin Selina Sensen. | Foto: Ilkay Kardogan2018/11/x_D4L8823.jpg

NEUMARKT (hc) – Nach zwei unnötigen Niederlagen sind die Handballdamen des HC Hersbruck in die Erfolgsspur zurückgekehrt – mit einem hart erkämpften 20:17-Erfolg beim bislang sieglosen Aufsteiger DJK/SV Berg.

Ohne Fans angereist, mussten sich die Hersbruckerinnen erst einmal gedulden, bis auch die Gastgeber in die kalte Halle kamen und die Vorbereitung auf die Partie beginnen konnte. Die HC-Mädels waren gewarnt, bezogen sie vor zwei Jahren als bereits feststehende Bezirksklasse-Meisterinnen zum Saisonausklang bei Berg doch eine Niederlage.

Entsprechend zielstrebig starteten die Gäste: Nach noch nicht einmal 20 Sekunden markierte Selina Sensen mit einem Wurf aus der Distanz das 0:1, dem Lena Endner kurze Zeit später per Siebenmeter das 0:2 folgen ließ. Danach offenbarte Hersbruck jedoch einige Schwächen in der Abwehr und Berg glich schnell und mühelos zum 2:2 aus. Das Spiel war nun auf beiden Seiten geprägt von einigen technischen Fehlern und blieb bis zum 6:6 nach 18 Minuten eng.

Doppelschlag vor Pause
Dann aber sorgten Katharina Dotzler und Katja Vampola mit zwei schönen Würfen über den bis dato ganz gut stehenden Deckungsverband der Gastgeberinnen zum Halbzeitstand von 8:6 erneut für eine Zweitoreführung – auch, weil Sarah Zimmermann als einzige mitgereiste Torhüterin eine hervorragende Leistung ablieferte und vor der Pause durch etliche Glanzparaden fast alle 100-prozentigen Chancen der Gastgeber entschärfte und sie so an den Rand der Verzweiflung brachte.

Die Halbzeitansprache von HC-Trainer Robert Lorenz schien dann Früchte zu tragen. Jana Vampola fasste sich zu Beginn der zweiten Halbzeit ein Herz und versuchte immer wieder, „in die Tiefe“ des gegnerischen Abwehrverbandes zu gehen – traf damit selbst oder öffnete Lücken für ihre Mitspielerinnen. Etwa für Lisa Endner, die prompt ihren Zug zum Tor unter Beweis und einige Strafwürfe herausholte, weil ihre Gegenspielerinnen sich nur mit einem Foul zu helfen wussten.

Weil die Hersbruckerinnen sich diese Gelegenheiten aber zunächst entgehen ließen, glich Berg die Partie mit drei Toren in Folge zum 9:9 wieder aus. Dann verwandelte Emely Dennl kompromisslos den nächsten Siebenmeter und Lena Endner legte zum 9:1 nach. Doch erneut „konterte“ Berg durch ein druckvolles Spiel und übernahm nach 42 Minuten seinerseits mit 12:11 wieder die Führung.

Die folgenden Minuten glichen der ersten Halbzeit, beide Mannschaften gaben ihre knappe Führung regelmäßig wieder aus der Hand – bis zum 17:16 für die Heimmannschaft in der 56. Minute. Dann übernahm Esther Thiel das Kommando, traf zweimal von der Außenposition und war in dieser Phase nur durch üble Fouls zu stoppen. Die Folge waren eine Zweiminutenstrafe für Berg und ein Siebenmeter, den Emily Dennl sicher zur hart erarbeiteten 19:17-Führung nutzte. 18 Sekunden vor Schluss machte schließlich Selina Sensen mit ihrem fünften Treffer des Tages „den Deckel drauf“.

Der Sieg sollte den jungen Spielerinnen nach zwei unnötig verloren gegebenen Partien wieder Mut und Selbstvertrauen geben,um die drei verbleibenden Spiele vor Weihnachten mit Willensstärke sowie der vor allem in den letzten Minuten in Berg gezeigten mannschaftlichen Geschlossenheit erfolgreich zu gestalten.

Der nächste Prüfstein ist am kommenden Samstag, 1. Dezember. um 18 Uhr in der dortigen Schulsporthalle die SpVgg Diepersdorf – die HC-Damen zählen dort auf die Unterstützung ihrer Fans.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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