Jugend-Kart-Slalom des AC Hersbruck sportlich ein Erfolg

Gelungener „Re-Start“

Mark Csato zeigte bei seiner Rennpremiere im Jugend-Kart gleich sein Talent: Trotz zweier Pylonenfehler fuhr er in der Klasse K 1 souverän auf Platz drei. ⋌Foto: Porta2018/05/csato_6309.jpg

HERSBRUCK – Mit dem Klasensieg des „alten Hasen“ Jonas Walter und einem Sprung aufs Treppchen von Neuling Mark Csato hat der AC Hersbruck einen gelungenen „Re-Start“ seines Jugend-Kart-Slaloms gefeiert. Einziger Wermutstropfen: die im Vergleich zu früheren Jahren ziemlich geringe Beteiligung.

„Der Boom im Kartsport ist vorbei“, sagt AC-Vorsitzender Thomas Raum. Das zeigt sich auch beim inzwischen 20. Kart-Slalom auf dem Rollschuhplatz am Chotieschauer Weg: Gerade einmal 56 Jugendliche zwischen sieben und 18 Jahren frönen in den fünf Wertungsklassen ihrem rasanten Hobby. Zu Zeiten, als ein gewisser Michel Schumacher seine schnellen Runden in der Formel 1 drehte, waren das schon mal mehr als doppelt so viele.

Auch eine andere Zahl, die Raum im Gespräch anführt, zeigt diesen Trend eindrucksvoll: Lediglich elf Kinder haben sich in ganz Nordbayern im abgelaufenen Kalenderjahr erstmals in den Schalensitz der kleinen Rennboliden gezwängt. Auch das sah vor 15 Jahren noch ganz anders aus.
Dem Spaß der kleinen Rennfahrer taten diese tristen Aussichten freilich keinen Abbruch: Hoch konzentriert gingen sie zu Werke, suchten mit Feuereifer den schnellsten – und noch viel wichtiger: fehlerfreien – Weg durch das Labyrinth aus unzähligen, orange-weißen Pylonen.

Das galt aus Hersbrucker Sicht vor allem für Jonas Walter. Der 17-Jährige, seit langer Zeit erfolgreich für den hiesigen Automobilclub am Start, nutzte den Heimvorteil und gewann überzeugend die Klasse K 5 vor dem Trio Alexander Hierl, Johannes Jäger und David Kroginski vom MSC Röthenbach. Mit 40,48 Sekunden legte Walter im zweiten Durchgang die schnellste Zeit des ganzen Tages auf den Asphalt und er leistete sich wie im ersten Lauf (41,05) dabei keinen Fauxpas – warf also keine einzige Pylone um.

In der K 1, der Klasse der jüngsten Kartpiloten (Jahrgang 2009 und jünger) war der AC gleich mit vier Jungs am Start. Sie alle klettern seit vergangenem Sommer, als Trainer Hans Schweiger die einige Zeit quasi nicht existente Kartgruppe des AC wiederbelebte, um „etwas für die Jugend zu machen“, jeden Mittwoch zwischen 17 und 19 Uhr auf dem Rollschuhplatz in die flotten Flitzer, um die für den Kartsport so wichtigen Fähigkeiten zu erlernen: „Dabei geht es nicht darum, ständig das Gaspedal voll durchzudrücken“, sagt Schweiger, der früher selbst in Berching begeistert Motorsport betrieb, wenn auch nur auf zwei Rädern und im Gelände. „Die Jungs lernen im Training ihr Fahrzeug zu beherrschen, richtig mit Bremse und Gas umzugehen und schulen ihre Reaktionsfähigkeit und ihr Auge für die jeweilige Situation und den Kurs.“

Am besten scheint Mark Csato diese „Lektionen“ verinnerlicht zu haben: Er touchierte zwar zwei Pylonen und kassierte dafür jeweils zwei Strafsekunden, legte mit 47,25 und 48,32 aber zwei ziemlich schnelle Zeiten vor. Die toppten schließlich nur Sieger Jan Lesser (MC Ansbach) und Timor Weggel vom ACV Nürnberg – die ebenfalls nicht unbeschadet durch das Hütchengewirr kamen.

Auf Platz vier sortierte sich mit Cedric Sippl der einzige Hersbrucker ein, der vor dem Heimauftritt überhaupt schon einmal Rennluft (vor einer Woche in Nürnberg) geschnuppert hatte. Auch er blieb im ersten Lauf mit 49,66 unter der „magischen“ Grenze von 50 Sekunden. Die beiden Enkel von Trainer Schweiger, machten ihre Sache ebenfalls recht gut und wurden am Ende Zehnter (Florian) und Elfter (Max).

Sehr guter Fünfter wurde in K 3 (Jahrgang 2005/06) der fünfte Neuling vom AC Hersbruck, Alexander Gil. Auch ihm gelang zweimal ein fehlerfreier Lauf, am Ende fehlten ihm zum Sprung aufs Siegertreppchen gerade einmal vier Zehntelsekunden. In der Teamwertung reichte es für Hersbruck hinter dem MC Ansbach und MSC Röthenbach für Rang drei.

N-Land Klaus Porta
Klaus Porta