Handball: Hersbruck siegt über Erlangen

Gegner trickste sich aus

Von wegen kein Durchkommen: Obwohl die Hersbrucker Handballherren gegen Erlangen verloren, gingen die Punkte am grünen Tisch an den HC. | Foto: Ilkay Kardogan2018/03/D4L1600.jpeg

HERSBRUCK – „Sehr achtbar aus der Affäre gezogen“, kommentierte Trainer Axel Dannhäuser kurz und treffend die 29:36-Niederlage des HC Hersbruck gegen HC Erlangen III. Doch am grünen Tisch wurde die Partie für die Hersbrucker Handballer gewertet. Der Grund: Die Gastgeber waren mit vier Drittligaspielern angetreten – ergänzt um deren Trainer Tobias Wannenmacher. Einer von ihnen hatte sich zuvor aber durch regelmäßige Einsätze „festgespielt“ und hätte gar nicht eingesetzt werden dürfen. Daher wurde der Hersbrucker Reklamation beim Spielleiter stattgegeben.

Der HC Hersbruck war auf Grund der anhaltenden Verletztenmisere mit gerade einmal acht Spielern angereist, davon drei aus der A-Jugend. Nichtsdestotrotz begannen die Hersbrucker um Spielgestalter Oscar Dannhäuser beherzt und konnten das Spiel bis zum Stand von 8:8 in der 17. Spielminute offen gestalten.

Dann erhöhte Erlangen Schlagzahl und Robustheitsgrad. Bis zum Halbzeitpfiff gelangen Hersbruck nur noch zwei Treffer, Erlangen neun. Damit war die Begegnung angesichts der Tatsache, dass die Erlangener auf Grund der höheren Qualität im Kader das Tempo jederzeit nach Belieben verschärfen konnten, im Grunde entschieden. Auszeichnen konnte sich ein ums andere Mal Hersbrucks Torwart Konstantin Stein, der neben zwei Strafwürfen ebenfalls Würfe aus kürzester Distanz entschärfte.

Kampf um Anerkennung

„Kopf oben behalten und bis zum Ende alles geben“, gab Trainer Dannhäuser als Devise für die zweiten 30 Minuten aus. Und die Gäste kämpften um Ergebnis und Anerkennung. Marco Schmidt unterstrich seine derzeit bestechende Form und traf zwölfmal aus dem Spiel heraus. Johnny Fabry gelangen sieben Treffer.

Allerdings war Thomas Halota auf Seiten der Erlangener in seiner Effizienz gnadenlos: Er traf fünfmal in Folge von Linksaußen, jeweils nach Diagonalpass von Wannenmacher. Diese Nachlässigkeit im Abwehrverbund war – wenn überhaupt – die einzige Schwäche der Gastmannschaft, allerdings darf man auch unterstellen, dass die Halbprofis aus Erlangen im Ernstfall eine ganz andere Schlagzahl anlegen können.

Somit konnte die zweite Halbzeit aus Sicht der Hersbrucker ausgeglichen gestaltet werden, es blieb beim Sieben-Tore-Abstand. Die Hersbrucker haben nun das schwere Auswärtsspiel bei der Reserve von Erlangen-Bruck III, ehe es zum abschließenden Heimspiel gegen den SV Auerbach kommt.

HC Hersbruck: Stein, Dannhäuser O. (2), Thiel, Fabry (7), Kohl (2), Schmidt (12), Braun (4), Raum T. (2/1).

N-Land Hersbrucker Zeitung
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