Waldlermesse in Hersbruck

Gebete aus Gesang und Musik

Die beiden Chöre aus Hersbruck und Reichenschwand mit Christine Baier als Chorleiterin gestalteten die Messe. | Foto: H. Neitz2017/12/b-100_5976.jpg

HERSBRUCK – Zwei Gesangvereine, begleitet von einer kleinen Instrumentalgruppe, ließen in der Hersbrucker Stadtkirche die „Waldlermesse“ erklingen. Das Oberpfälzer Mundartdialektstück hat Ferdinand Neumeier nach volkstümlichen Weisen vertont.

In charmant liebevoller Art stimmten Gerhard Liwanetz und Peter Pötzsch im Prolog die vielen Besucher im Gotteshaus auf die in Hersbruck nun schon zum 15. Mal dargebotene besondere Messe ein, die in einer alten Klosterkirche im Bayerischen Wald vor einem halben Jahrhundert zum ersten Mal erklang. Im Wechsel berichten die beiden Sprecher von der Motivation der damaligen Bayerwaldmenschen, ihrer tiefen Gläubigkeit und Verehrung des Herrgotts und der Gottesmutter.

Aber auch die Lebensfreude kommt in der Waldlermesse durch Gesang und „betendes Musizieren“ zum Ausdruck. Die beiden Chöre aus Hersbruck und Reichenschwand sangen unter Leitung von Christine Baier in beeindruckenden Männerstimmlagen vom Kyrie bis hin zum Amen abschnittsweise die Messe. Im Dialekt erzählte der Chor musikalisch vom Leben, der Natur und der tiefen Gläubigkeit der Bayerwaldbewohner.

Begleitet wurde der Chor von einer Instrumentalgruppe der Musikschule Helleken-Bielesch mit Akkordeon, Gitarre und Bass, gespielt von Christina Renner, Iris Schwarm und Sebastian Wild. Dekan Werner Thiessen sprach zwischen den Gesangspassagen erläuternde Worte.

N-Land Helmut Neitz
Helmut Neitz