Brand nach Räumungsaktion

Feuer im Katzenhaus

Der Brand war gestern Früh ausgebrochen. Die Feuerwehren brachten das Feuer schnell unter Kontrolle. Die Brandursache ist noch unklar. Foto: H. Manderscheid2013/06/5_2_1_2_20130629_BRAND.jpg

POMMELSBRUNN (ma/um) – Einsatz für die Feuerwehr: Gestern Früh ist in einem Pommelsbrunner Haus Feuer ausgebrochen – just in dem Haus, über das gestern nicht nur die HZ berichtete. In der angrenzenden Scheune auf dem Hof sind am Dienstag verwahrloste und tote Katzen gefunden worden. Die Ursache für den Brand ist noch unklar.

Zwei Passantinnen entdeckten gegen 8.30 Uhr Rauch in dem Gebäude in der Wiedstraße. Die Feuerwehren aus Pommelsbrunn, Hohenstadt, Eschenbach, Hersbruck und Hartmannshof sowie Notarzt und ASB waren rasch zur Stelle und brachten die Brandherde in Erd- und Obergeschoss unter Kontrolle. Die Bewohnerin des Einfamilienhauses war nicht vor Ort. Für mehrere Katzen, die sich in dem Gebäude aufhielten, kam jede Hilfe zu spät.

Auf Spekulationen, ob es sich bei dem Feuer um Brandstiftung nach dem Bekanntwerden des Katzenelends handelte, ging Polizeisprecherin Simone Wiesenberg nicht ein: „Die Brandursache ist bislang unklar“. Die Kripo Schwabach ermittelt.

Wie berichtet, retteten Mitarbeiter des Hersbrucker Tierheims in einer beispiellosen Aktion über ein Dutzend teils verelendete Katzen aus der Scheune. Bis Freitag stieg die Zahl auf 25 an. Wie viele weitere die Tier-Aktivisten noch retten werden, darüber will Tierheim-Leiterin Martina Höng keine Prognose abgeben: „Das Grundstück ist sehr groß und zum Teil mit sehr hohem Gras bewachsen.“

Lebendfallen für Katzen

Deshalb haben die Mitarbeiter des Tierheims auf dem Grundstück Lebendfallen für die Katzen aufgestellt. Für die Scheune und den Hof hatten sie eine behördliche Genehmigung, für das Einfamilienhaus, das nun in Brand geriet, nicht. Daher konnte den Tieren, die nun an einer Rauchvergiftung starben, nicht geholfen werden.

Über den desaströsen Gesundheitszustand der Tiere auf dem Pommelsbrunner Hof ist Martina Höng noch immer entsetzt: „Das übersteigt jede Vorstellung.“

N-Land Hersbrucker Zeitung
Hersbrucker Zeitung