Babytag in Geru-Halle

Familien im Blick

Zahlreiche Angebote warteten beim 3. Babytag des Landkreises Nürnberger Land in der Hersbrucker Geru-Halle auf die kleinen und großen Besucher. | Foto: S. Baderschneider2017/10/8484672.jpeg

HERSBRUCK – „Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein, dagegen sehr“, hätte das Motto des vom Landratsamt Nürnberger Land organisierten Babytages in der Geru-Halle in Hersbruck sein können. Landrat Armin Kroder und Bürgermeister Robert Ilg ist es wichtig, dass junge Familien auch in den schwierigeren Zeiten, die Elternschaft unweigerlich mit sich bringt, im Nürnberger Land gut aufgehoben sind.

Der Landkreis setzt auf junge Familien — das war die klare Botschaft des 3. Babytags im Nürnberger Land. Obwohl das Wetter eher nach draußen lockte, wurden insbesondere Vorträge und Workshops gut besucht. Nach dem Auftakt mit einer Choreinlage des Kindergartens Altensittenbach hatten Organisationen, Vereine und Dienstleister Gelegenheit, sich ihrem Publikum zu präsentieren. Von Beratungsangeboten zu Themen vor und nach der Geburt eines neuen Familienmitglieds bis hin zu ganz praktischer Hilfe sowie dem Bereich Wellness reichte das Angebot.

Schwangerschaftsberatung, Geburtsvorbereitung und Frühförderung standen dabei klar im Mittelpunkt. Auch die Lebenshilfe Nürnberger Land und das Down-Syndrom InfoCenter stellten sich und ihre Aktivitäten vor.
Besonders für Eltern mit Kindern, die besondere Förderung benötigen, aber auch für alle anderen ist es wichtig zu wissen, dass sie mit ihren Sorgen und Fragen nicht allein sind. Dass das Leben mit Kindern „nicht immer nur ein Spielplatz bei Sonnenschein“ sei, sondern dass gelegentlich durchaus auch „Regentage“ durchgestanden werden müssen, darauf wies Landrat Kroder in seiner Eröffnungsrede hin.

Die Angebote, die das Landratsamt und die Städte und Gemeinden zusammen mit den Kirchen sowie einer Vielzahl an Vereinen und Initiativen im Landkreis für diese Fälle bereit halten, würden viele Bereiche abdecken. Dazu gehöre nicht nur die Bereitstellung von Kinderbetreuung in Form von Kindertagesstätten, sondern auch Angebote wie zum Beispiel Ernährungsberatung und Frühförderung. Viele junge Familien wissen nicht, dass das Jugendamt zum Beispiel auch zertifizierte und geschulte Tagesmütter vermittelt.

Auch Gewalt war Thema

Einen weiteren Aspekt, der junge Familien betreffen kann, ist das Thema häusliche Gewalt. Das Anna-Wolf-Frauenhaus und der Notruf für Frauen und Kinder in Not steht in solchen Fällen für Schwangere und Mütter mit Kindern oft als letzte Anlaufstelle zur Verfügung. Informationsmaterial auch in vielen anderen Sprachen steht zur Verfügung. Eine weitere potenzielle Gruppe von betroffenen Frauen ist mit der Flüchtlingswelle aus dem Mittleren Osten zu uns gekommen. Diese sind für die Hilfsorganisationen mitunter nur schwer erreichbar, was nicht immer nur an der Sprachbarriere liegt.

Mit zirka 250 Besuchern zeigten sich die Organisatorinnen Anja Wirkner (Gleichstellungs- und Familienbeauftragte) und Annette Zimmermann (Bündnis für Familie) vom Landratsamt sehr zufrieden. Insbesondere die Workshops zu Themen wie zum Beispiel „Wie Kinder gut schlafen lernen“ und „Kinder und Karriere“ fanden viel Interesse. Bei den Johannitern durften die Besucher sogar einen Blick in den Babynotarztwagen werfen.

Bei aller Freude über die lieben Kleinen wird oft vergessen, dass die Mütter und manchmal auch die Väter mit der Betreuung eines Babys oder Kleinkindes einen Rund-um-die-Uhr-Job haben und für sie es oft nicht leicht ist, zur Ruhe zu kommen. Auch dafür gab es beim Babytag spezielle Angebote. Yoga, Pilates und Klangmassagen als Familienangebot erleichtern es, sich gelegentlich für ein paar kostbare Stunden bewusst aus dem „Familien-Bereitschaftsdienst“ auszuklinken und neue Energie zu tanken.

Informationen zu Angeboten für Eltern und solche, die es werden wollen, gibt es auf der Webseite des Landratsamtes Nürnberger Land unter der Rubrik „Bündnis für Familie“.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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