4. Ausbildungsbörse in Hersbruck

Erster Flirt mit Wunschberuf

Die Börse ist eine sehr gute Gelegenheit für heimische Firmen, wie hier Geru Plast, den umworbenen Schülern mögliche Ausbildungswege vorzustellen. | Foto: M. Scholz2018/09/DSC_9625.jpeg

HERSBRUCK – Privatleute erkennen eine Angebotslücke, hängen sich rein und haben beachtlichen Erfolg: So lässt sich die Geschichte der Hersbrucker Ausbildungsbörse knapp erzählen. Der Förderverein der Realschule bot zum vierten Mal Firmen und Kleinbetrieben eine gute Möglichkeit, sich künftigen Nachwuchskräften vorzustellen. Wichtig in Zeiten des Fachkräftemangels.

So war auch das Lob von Bürgermeister Robert Ilg eine ehrliche Anerkennung für den Kreis von acht bis neun ehrenamtlichen Organisatoren, an der Spitze Sybille Straubinger und Barbara Meidl, Konrektorin der Realschule. Er sei stolz auf dieses Engagement, meinte er bei der Eröffnung. An 51 Ständen seien hauptsächlich heimische Firmen, aber auch größere Betriebe aus der „Laufer Ecke“ vertreten. Dies sei eine Steigerung; die Rekordmarke vom vorigen Jahr lag bei 42 Ständen.

Auch die Firma Eckart präsentierte sich auf der Börse. | Foto: M. Scholz2018/09/DSC_9616.jpeg

Auch Sybille Straubinger bestätigte, dass die Nachfrage steigt. Es seien bereits Ausbildungsverträge aufgrund von Gesprächen auf der Hersbrucker Börse zustande gekommen. Auch mehr Schulen waren heuer dabei, wie immer neben den Hersbruckern auch die Happurger und Veldener. Bedauerlich sei nur, so Realschulrektor Herbert Hieke, dass das Gymnasium kein Interesse gezeigt habe; heimische Firmen seien durchaus auch an Abiturienten interessiert.

Schirmherr Robert Ilg (r.) drehte nach der Eröffnung eine Runde mit Armin Kroder (Mitte), rechts hinter dem Landrat: Sybille Straubinger, eine der Organisatorinnen. | Foto: M. Scholz2018/09/DSC_9598.jpeg

Landrat Armin Kroder lobte ebenfalls die Privatinitiative, die mit der Börse bereits eine „Institution“ geschaffen habe. Sie helfe, heimische Talente zumindest für die erste Ausbildung hier zu halten, was die Wahrscheinlichkeit erhöhe, dass qualifizierte Fachleute irgendwann auch hierher zurückkehren.

N-Land Michael Scholz
Michael Scholz