Radveranstaltung in Sölden

Enduro-Rennen als Schnitzeljagd

Alex Loos genoss vor dem Rennen noch die Aussicht auf das Panorama. | Foto: privat2018/06/20180616_092008.jpg

SÖLDEN – 3000 Meter Höhe, 400 mit Vollvisierhelm, Schutzausrüstung und Federweg ausgestattete Starter, fünf Checkpunkte und vier Aufgaben – so sieht eine moderne Schnitzeljagd auf dem Rad aus. Diesem etwas anderen Enduro-Rennen in Sölden stellten sich Nadine und Alex Loos von der Hersbrucker Radsportzentrale.

Die Schnitzeljäger mussten im Ski- und Bike-Gebiet Sölden fünf Checkpunkte erreichen sowie vier Aufgaben erfüllen. Die Reihenfolge war dabei jedem selbst überlassen.

Zum Start ging es die schroffe Skipiste herunter bis zur Mittelstation. „Da wurde mir schon ein wenig mulmig, als rechts und links so Überambitionierte an mir vorbeischossen“, erzählt Nadine Loos. Ab hier galt es taktisch schlau zu agieren. Dank der guten Orientierung von Alex Loos begannen die beiden ihre Schnitzeljagd antizyklisch, so dass relativ wenig Verkehr auf den Trails herrschte.

Runde am Kinderrad
Die jeweiligen Checkpunkte waren teilweise im schnellen Tempo der Abfahrt leicht zu übersehen, was einigen Teilnehmern zum Verhängnis wurde. Zu den Aufgaben gehörten, einen Parcours auf einem kleinen Kinderrad zu absolvieren, stehend auf dem Rad zu verweilen oder verletzungsfrei ein Multifunktionstaschenmesser zu benutzen.

Mehr und mehr wich der Wettkampfgedanke dem Spaß an den Trails, so dass mittags gemütlich eingekehrt wurde und am Ende sogar noch Zeit für ein Bierchen auf der Alm war.

Im Siegerzelt stellten die beiden überrascht fest, dass sie im vorderen Mittelfeld gelandet waren. Ohne die Pausen wäre sogar ein Stockerlplatz drin gewesen.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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